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Die meisten der hier versammelten Studien gehen zurück auf eine Tagung zum Zusammenhang von Gewalt und Verstehen, die die Herausgeber gemeinsam im September 2000 im Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart veranstaltet haben. Diese Tagung gehört in den Kontext des ersten Jahres der vom Herausgeber (B.L.) zusammen mit Jürgen Straub am Essener Kulturwissenschaftlichen Institut geleiteten Studiengruppe ¿Lebensformen im Widerstreit". Eine der wichtigsten Fragen, die uns damals beschäftigte, war das ¿Angelegtsein" von Gewalt in menschlichen Lebensformen, die unvermeidlich im Widerstreit existieren. Nachdem diese Fragestellung ausftihrlich entwickelt worden und auf Potenziale der Verfeindung bezogen worden ist, wurde auf der genannten Tagung nun der Versuch gemacht, das Verstehen von Gewalt ¿ ausgehend von der subtilen Verletzung bis hin zu entfesselten Formen wie Feindschaft und Krieg ¿ als solches vor dem skizzierten Hintergrund zur Sprache zu bringen.
Die Frage nach den historischen Bedingungen und Möglichkeiten für den Anspruch Frankreichs auf die kulturelle Hegemonie innerhalb der europäischen Staatenwelt steht im Mittelpunkt des Buches. Ein solcher Anspruch gewann unter der Regierung Ludwigs XIV. (1661-1715) in Kunst und Architektur maßgeblich am Vorbild Roms Gestalt. Mit dieser Orientierung ist auch die Grundabsicht der französischen Kulturpolitik in dieser Epoche benannt. Sie zielte auf die Ablösung der politischen und geistlichen Titel, die Rom zu vergeben hatte, und auf den Erwerb des Status einer Universalmonarchie. Eine umfassende Rekonstruktion der Kunstbeziehungen zwischen Paris und Rom im historischen und ideengeschichtlichen Kontext belegt nicht nur deren Dauer und Intensität. Sie erschließt mit den stilistischen Prägungen auch den grundsätzlichen Programmcharakter der Hofkunst Ludwigs XIV.
Seit Platons Schriftkritik und Aristoteles¿ Poetik ist die Frage nach den Medien ein Grundthema philosophischer Reflexion. Durch die Weiterentwicklung der technischen Verbreitungsmedien hat dieses Thema in der Moderne zusätzliche Brisanz erlangt. Zu sich selbst jedoch ist die philosophische Reflexion der Medien erst im 20. Jahrhundert gekommen. Im Zentrum dieser bisher nur unzureichend institutionalisierten Disziplin steht die philosophische Analyse der Zusammenhänge, die zwischen sinnlichen Wahrnehmungsmedien (wie Raum Zeit und den fünf Sinnen), semiotischen Kommunikationsmedien (wie Bild, Sprache, Schrift und Musik) und technischen Verbreitungsmedien (wie Stimme, Körper, Theater, Buchdruck, Film, Fernsehen, Computer und Internet) existieren. Der Band gibt eine Einführung in aktuelle medienphilosophische Grundpositionen und vermittelt einen systematischen Überblick über Geschichte und Gegenwart der unterschiedlichen medienphilosophischen Teildisziplinen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich Veränderungen, die sich in den Bereichen der technischen Verbreitungsmedien und/oder semiotischen Kommunikationsmedien vollziehen, auf die sinnlichen Wahrnehmungsmedien und, vermittelt über diese, auf unser Wirklichkeitsverständnis auswirken können.
Herausgegeben von Andreas Ranft und Monika Neugebauer-Wölk "Für die historische Forschung sind Wort, Schrift und materielle Kultur, deren Bild und Abbild nicht allein Quelle und Beleg. Sie sind im wissenschaftlichen Zugriff zugleich Element der Ergebnis- bzw. Erkenntnissicherung, sie sind Darstellungsmittel und auf diese Weise schließlich Medium wissenschaftlichen Austausches. So ist historische Forschung von Anfang bis Ende in diesen Wort-Bild-Zusammenhang gestellt. Die Reihe "Hallische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit" bietet der historischen Forschung am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und den mit ihr kooperierenden Einrichtungen einen unmittelbar zugänglichen Ort der Darstellung und des wissenschaftlichen Austausches. Sie spiegelt damit zugleich die Vielfalt der Themen und Fragestellungen, denen am Institut in Mittelalter und Frühneuzeit nachgegangen wird, und verweist zurück auf den Ort gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit." (Aus dem Vorwort der Herausgeber in Band 1 der Reihe, S. 5) Zum Lehrstuhl von Prof. Andreas Ranft: http://www.geschichte.uni-halle.de/mitarbeiter/ranft/ Zum Lehrstuhl von Prof. Monika Neugebauer-Wölk: http://www.geschichte.uni-halle.de/mitarbeiter/neugebauer-woelk/
Das um 1900 durch Bernhard Seuffert gegründete Editionsvorhaben, das sich die historisch-kritische Edition des Wielandschen OEuvres (Werke, Übersetzungen und Briefwechsel) zum Ziel setzte, begann ab 1909 Bände in der Ersten Reihe (Werke) und Zweiten Reihe (Übersetzungen) zu veröffentlichen. Die Arbeit an der Ausgabe war während und nach den beiden Weltkriegen jeweils längere Zeit unterbrochen. In den 50er Jahren begann Hans-Werner Seiffert im Auftrag der Berliner Akademie der Wissenschaften mit der Bearbeitung des Wielandschen Briefwechsels. Der Erste Band konnte 1963 publiziert werden. Seit 1982 setzt Siegfried Scheibe mit seinen Mitarbeitern die Arbeit an der Wieland-Ausgabe erfolgreich fort. Es wurden neue editorische Grundlagen erarbeitet und erstmals vollständige Sammlungen des Materials angelegt.
Um den Charakter des Sammelbandes als programmatischem Auftakt zur Schriftenreihe herauszustellen, ersetzt im Folgenden eine Einordnung der Beiträge des Bandes in übergeordnete Fragen des Kollegs eine schlichte Aufzählung und Zusammenfassung: Anhand jener drei Schnittstellen von Wissenskultur und Gesellschaft- Sachkultur, Medien, Institutionen- und von vier Leitfragen, die das Forschungsprogramm des Kollegs maßgeblich prägen, können dessen zentrale Aspekte aus den Beiträgen herausgearbeitet werden.
Mythen dienen der Bewältigung praktischer gesellschaftlicher Probleme, sie bieten Anleitungen zum poietischen und praktisch-politischen Handeln - dies bildet das einigende Band der im vorliegenden Buch versammelten Beiträge.
Herausgegeben von Wolfgang Wüst Die Bände dieses Quellenwerks veranschaulichen und interpretieren mit Beispielen aus süddeutschen Städten, Territorien und Dörfern die in der zentralen Gesetzgebung sehr aktiven Reichsstände und Reichskreise. Sie beschreiben typische, bisweilen auch untypische Kennzeichen frühmoderner Ordnungspolitik. Diese wird für eine Zeit untersucht, der als "Sattelzeit" der Moderne eine wichtige Weichenstellung zufiel, nach der sich Rechte und Pflichten, öffentliche Ordnung, sozialer Friede, Ehre, Glückseligkeit, Gesundheit und Wohlstand zum Teil bis heute ableiten. Dem forschenden Bemühen um Strukturierung der Gesetzespraxis scheint eine auf den ersten Blick diffuse thematische Spann¬weite in den zeitgenössischen Quellen gegenüberzustehen. Sie reicht von Maßnahmen gegen das schul-denfördernde Fressen und Sauffen ("Völlerei", "Zutrinken") in Gasthäusern und insbesonde-re bei Hochzeiten, Tauffeiern oder Kirchweihen, gegen einen die Ständeordnung negieren-den Kleiderluxus, gegen die sich ausbreitende Spielleidenschaft, gegen Ehebruch, Fluchen und Gotteslästern bis hin zur praktischen Seite der Seuchen- und Katastrophenprä¬vention oder zur orientieren¬den Kategorie kirchlicher Wertvorgaben im Rahmen "biblischer" Policey. Eher dem ökonomischen Feld war dagegen die Münz-Policey zuzuordnen, bei der gerade die Reichskreise besonders aktiv waren. Im 19. Jahrhundert erfuhr die Policey ihre Metamorphose zur heutigen Polizei. Inhaltlich verengte sich nun ihr Spektrum. Sie wurde zum Vollzugsorgan. Zum Lehrstuhl von Prof. Wolfgang Wüst: http://www.landesgeschichte.phil.uni-erlangen.de/index.shtml Zum Arbeitskreis Policey/Polizei im vormodernen Europa: http://www.univie.ac.at/policey-ak/
Die historischen Wissenschaften haben die Beschreibung von Menschen in Gruppen und von Menschengruppen von jeher als ihre Aufgabe verstanden. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts zeichnet sich dabei ein Paradigmenwechsel ab: Nicht mehr Konjunkturen, Klassen und Strukturen werden seitdem vorrangig analysiert, sondern das handelnde Individuum rückt wieder verstärkt in den Blick.
Seit einigen Jahren zeichnet sich in der Wissenschaftsgeschichte ein Ende des traditionellen Streites ab, ob man bei der Interpretation der Wissenschaftsentwicklung und allgemein bei der Wissensproduktion entweder vor allem auf die sozialen Faktoren (Organisations- und Vermittlungsformen, ökonomische, politische Einflüsse etc.) zu achten habe oder aber auf die als eigenständig zu begreifenden, wissenschaftsimmanenten ,geistigen' Faktoren, wie Ideen, Begriffe und Methoden. Zunehmend hat sich die Strategie etabliert, das Aufkommen der Unterscheidung zwischen sozial konstruierten und ,wissenschaftlichen' Momenten der Wissenschaftsentwicklung selbst zum Forschungsgegenstand zu machen. Wissenschaft wird in der Folge nicht mehr primär als Theorie begriffen, sondern als bestimmte, mehr oder weniger lokal situierte, kulturelle oder soziale Praxis. Die traditionellen Rechtfertigungskriterien für Wissen (Wissen als wahre und gerechtfertigte Meinung) werden sozial und kulturell kontextualisiert. Die im vorliegenden Band versammelten Aufsätze aus den Bereichen der Philosophie, Geschichtswissenschaft, Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsgeschichte, Ethnologie und Soziologie unternehmen es, die neue Situation anhand von Fallstudien und theoretischen Überlegungen aus verschiedenen Perspektiven auszuloten. Mit Beiträgen von: Alexander Becker, Cora Bender ,Wolfgang Detel, Uljana Feest, Gundula Grebner, Hajo Greif, Thomas Kailer, Katrin Koehl, Andreas Niederberger, Alfred Nordmann, Ulrich Oevermann, Trevor Pinch und Claus Zittel.
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