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In der zweiten Halfte des 11. Jahrhunderts setzt in Pisa eine breite historiographische Uberlieferung ein. Scheinbar aus dem Nichts entstehen Annalen, Geschichtsdichtungen und chronikalische Texte, die sich nahezu ausschlielich der Stadtgeschichte widmen. Zeitgleich ist zu beobachten, wie die Auseinandersetzung mit der stadtischen Vergangenheit in den Stadtraum hineingetragen wird. Inschriften, Votivstiftungen, Trophaen der Kampfe gegen die Sarazenen sowie antike Spolien uberziehen die stadtische Topographie mit einem Netz von Verweisen auf die Geschichte der Stadt, machen den Stadtraum so zu einem Erinnerungsraum. Auf der Basis detaillierter Untersuchungen zu den einzelnen Zeugnissen entwirft der Autor zunachst ein komplexes Gesamtbild der in dieser Zeit einzigartigen Pisaner Erinnerungskultur. Parallel hierzu wird nach Grunden fur die Entstehung dieses reichen Uberlieferungskomplexes gesucht, indem Voraussetzungen und Funktionen der unterschiedlichen Formen des Vergangenheitsbezuges im Kontext der fruhkommunalen Phase der Stadtgeschichte bestimmt werden. Uber den Einzelfall Pisa hinausgehend werden neue methodische Zugange entwickelt und grundlegende Erkenntnisse uber fruhe kommunale Erinnerungskulturen gewonnen. Pressestimmen: This meticulously researched and methodologically sophisticated work is a significant contribution to our understanding of historical consciousness and civic identity in the early communes. David Foote in: Francia-Recensio / perspectivia.net, 2009/2 [Die Studie bereichert] die Forschungen zur Pisaner Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur in der bluhenden Periode der Stadt erheblich [...]. Florian Hartmann in: Quellen und Forschungen aus Italienischen Archiven und Bibliotheken, 88 (2008)
Bislang ist von Alexis de Tocqueville, dem sozialwissenschaftlichen Klassiker, nur ein Teil seiner groen und kleineren Schriften auf Deutsch zuganglich. Damit fehlen hierzulande wichtige Voraussetzungen fur offentlich-wissenschaftliche Debatten uber die Aktualitat seiner Gedankenwelt. Diese Situation wird durch die nunmehr vorliegende reprasentative Sammlung kleiner politischer Schriften, die die thematische Breite des republikanisch-liberalen Denkers und Analytikers der modernen Demokratie demonstrieren, grundlegend anders. Vollstandig veroffentlicht werden der konzeptionell fundamentale Vortrag "e;Uber die Politischen Wissenschaften"e; sowie die wegweisende fruhe Schrift "e;Die gesellschaftlichen und politischen Zustande in Frankreich vor und nach 1789"e;. Hinzu kommen bisher nur bruchstuckhaft vorliegende Ubertragungen von drei zentralen Reden aus der Zeit der 1848er Revolution, in denen sich Tocqueville mit der Verfassung, dem Sozialismus und mit der Frage des Rechts auf Arbeit auseinandersetzt. Daruber hinaus werden zwei international ausgiebig diskutierte Texte erstmals ubersetzt - die Schrift uber den Pauperismus und eine Studie uber Algerien. Sie eroffnen Einblicke in Tocquevilles Verstandnis der Problematik von demokratischer Sozial- und Kolonialpolitik. Die Ubersetzung des eloquenten Berichts uber die Demokratie in der Schweiz, er geht auf eine Akademie-Rede von 1848 zuruck, enthalt selten beachtete Analysen und resumiert zugleich Grundgedanken seines Hauptwerks zur Demokratie in Amerika.
Kant entwickelt in der Schrift über Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft den Begriff eines "ethischen gemeinen Wesens", das allein auf der moralischen Willensbestimmung seiner Glieder, nicht jedoch auf der bürgerlich-rechtlichen Gewalt von Zwangsgesetzen aufgebaut ist. Dieser Begriff mit seinen Bedingungen und Folgen entsteht im Medium einer philosophischen Theologie- und Religionskritik. Moralische Zurechnung etwa wird anhand der Prinzipien ,Gut' und ,Böse' diskutiert, das ethische Gemeinwesen als ,Reich Gottes auf Erden'. Nicht zuletzt in der Kritik am ,Afterdienst und Pfaffentum' der empirischen Kirche zeigt sich aber, daß Kant mit der ,Vernunftreligion' durchaus säkulare moralische und politische Gehalte verbindet. Diesem von der Rezeption bislang vernachlässigten Aspekt gilt das besondere Interesse des vorliegenden Bandes, der die Religionsschrift in ihrem ideengeschichtlichen und sozialen Kontext diskutiert. Die Beiträge behandeln theoriegeschichtliche Grundlagen ebenso wie geschichtsphilosophische Konsequenzen der Schrift, ihren Zusammenhang mit dem Gesamtwerk Kants, die Bedeutung ihrer zentralen Begriffe und schließlich Folgerungen für aktuelle politische Fragen und Modelle.
Für Theodor Lipps, Wilhelm Dilthey und EdmundHusserl ist die Erfahrung des Anderen eng verbunden mit dem Verstehen der Gefühle des Anderen: Ich mache die Erfahrung des Anderen, indem ich seine Gefühle verstehe. In der theoretischen Analyse der Erfahrung des Anderen stoßen diese Autoren jedoch immer wieder auf ein Problem. Die Erklärung erweist sich als zirkulär, weil sie jede Erfahrung des Anderen zunächst mit einer Wahrnehmung des anderen Körpers beginnen läßt. Erst Max Scheler gelingt mit einer radikalen Abkehr von der traditionellen Annahme eines Primats der inneren Erfahrung vor der äußeren Erfahrung eine plausible Analyse. Für ihn setzt die Erfahrung des Anderen zunächst am psychophysisch indifferenten Ausdruck des Anderen an. Schelers Denken erweist sich als attraktiv, weil es die Bedeutung von Gefühlen auf allen Ebenen der menschlichen Situation erhellt. Er kann zeigen, wie die verschiedenen Formen menschlichen Miteinanders von verschiedenen Gefühlen getragen werden: Gemeinsam geteilte Gefühle bestimmen unser Zusammenleben, lange bevor wir die Erfahrung des Anderen machen. Weil wir die Gefühle der Anderen verstehen, können wir die Erfahrung des Anderen machen. Und im Mitfühlen bzw. Teilnehmen an den Gefühlen der Anderen erfahren wir die Anderen als uns gleichwertig.
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