Gjør som tusenvis av andre bokelskere
Abonner på vårt nyhetsbrev og få rabatter og inspirasjon til din neste leseopplevelse.
Ved å abonnere godtar du vår personvernerklæring.Du kan når som helst melde deg av våre nyhetsbrev.
Als dezidierter Beitrag zur Kunst- und Kulturgeschichte des Politischen fragt das Buch nach der Inanspruchnahme von Kunst zur Herrschaftsreprasentation, nach Ritualen und Zeichensystemen der Macht am franzosischen Konigshof in der ersten Halfte des 16. Jahrhunderts. Kunstforderung und Herrschaftshandeln werden hierbei als strukturhomologe Strategien eines (fruh)modernen Politikmodells analysiert. Die Entscheidung fur einen spezifisch "e;modernen"e; Kunststil - den italienischen Manierismus - wurde fur den franzosischen Konig Francois Ier zum Politikum: Er schuf sich in Fontainebleau ein Reich mit kunstlerischen Mitteln, uber das er jederzeit im Sinne der Deutungshoheit als Herrschaftsakt verfugen konnte. Kunstwerke von Rosso Fiorentino, Benvenuto Cellini und Primaticcio, die in ihrer Skurrilitat und Vielschichtigkeit die sinnliche Ausgangsevidenz fur eine lohnende Betrachtung bieten; historische Szenen auf hochster machtpolitischer Ebene, die sich in ihrer kommunikativen und zeremoniellen Funktion erst dem ethnographisch-verfremdenden Blick erschlieen; schlielich ein hofisches Milieu, in dem Intellekt, Macht, Witz, Hermetik und Erotik eine unauflosliche Verbindung eingehen: Was konnten reizvollere Quellen fur die Erschlieung der Spezifika von Manierismus und Herrschaftspraxis am franzosischen Hof im Kontext des europaischen Machtesystems nach 1500 sein?
Die Aufsätze in diesem Band leisten einen Beitrag zu den Fragen nach den Wissensbeständen, den Trägern von Wissen und der Wirkung dieses Wissens in vormodernen Städten. Antworten gewinnen die Beiträge, indem sie zum einen etablierte und bewährte Zugänge und Perspektiven auf dieses Forschungsfeld eröffnen. Dazu gehören Beiträge zu Universitäten in Köln und Erfurt mit ihren Professoren und Absolventen oder auch die Orte und Überlieferungsformen von speziellen Wissensbeständen ¿ hier vor allem am Beispiel der Musiktheorie und der monastischen Überlieferung von Gründungslegenden. Zum anderen wird jedoch auch nach der Wirkung von Wissen in Städten gefragt, vor allem nach seiner Bedeutung für die politische Kultur und als Orientierungshilfe für Stadtbewohner und Bürger. Die Autorinnen und Autoren der Aufsätze in diesem Band haben je speziellen Wissensbeständen und/oder Wissensträgern nachgespürt, den Umgang der Zeitgenossen mit diesen Beständen in unterschiedlichen Kontexten beleuchtet und schließlich unterschiedlich beschaffene und konstituierte Wissensräume z.B. in Köln, Mainz, Erfurt oder Hildesheim aufdecken können.
Die spatmittelalterlichen Reisebeschreibungen uber die Wallfahrt nach Jerusalem sind einzigartige Zeugnisse der Kulturbegegnung. Ausfuhrlich berichten die Verfasser uber ferne Stadte und exotische Lander, detailliert schildern sie die fremdartigen Verhaltensweisen ihrer Bewohner und die ungewohnten Lebensbedingungen. Die Pilgerberichte des Ulmer Dominikaners Felix Fabri gelten dabei als Hohepunkt des Genres. Mit auerordentlicher Akribie und Detailgenauigkeit hielt er die Erlebnisse seiner Jerusalemwallfahrten 1480 und 1483 fest. Neben dem monumentalen, an seine Klosterbruder gerichteten Evagatorium Terrae Sanctae, Arabiae et Egypti peregrinationem verfasste er fur ein Laienpublikum eine deutschsprachige Version, einen geistlichen Pilgerfuhrer und ein gereimtes Pilgerbuchlein. Aus kulturhistorischer Perspektive analysiert Stefan Schroder systematisch die Fremd- und Selbstbilder in den Werken des Felix Fabri und stellt sie durch den Vergleich mit Pilgerberichten des 13. bis 15. Jahrhunderts in einen groeren historischen Kontext. Im Blickpunkt stehen Fabris Strategien zur Vermittlung und Beglaubigung des Gesehenen sowie die Funktionalisierung des Fremden und Anderen zur Konstituierung von Norm- und Wertvorstellungen. Am Beispiel seiner Beschreibungen der Venezianer, Muslime und Juden werden die kulturellen Grenzen und Identitatsvorstellungen in vormodernen Gesellschaften hinterfragt. Anhand des Mittelmeers sowie der Landschaftsdarstellungen Palastinas und Agyptens geht der Autor Fabris Raumkonzepten nach.
Abonner på vårt nyhetsbrev og få rabatter og inspirasjon til din neste leseopplevelse.
Ved å abonnere godtar du vår personvernerklæring.