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Dieser Sammelband beinhaltet fortschrittliche und dem neuesten Stand der Forschung entsprechende Studien zur Tradition der epischen Dichtung von Homer bis in die fruhe Neuzeit, zu Erzahl- und Deutungsmustern in Prosa und Poesie, zur Intertextualitat und Narratologie, zur Exemplaritat, zur Lehrdichtung und Fachschriftstellerei sowie zur Wissenschaftsgeschichte und zur Rezeption der Antike in Text und Bild.
Ohne Schuld und Suhne, Belohnung und Strafe, ohne Verbrechen und Leidenschaft, Opfer und Tater kam die Literatur nie aus und die Literatur der Romantik ist wie die Zeit davor und danach durchzogen von Rechtsfallen. Im Zuge der Aufklarung wuchs das Interesse an Rechtsfallen sowie am Verbrecher und seinen Beweggrunden. Doch wandelten sich das Rechtssystem und die Rechtsauffassung im Zeitalter der Romantik entscheidend. Vor allem durch die Begrundung der Historischen Rechtsschule' erhielt die Rechtswissenschaft eine neue Grundlage; der Code civil galt als Verletzung des nationalen Rechtsbewusstseins: der eigentliche Sitz des Rechts [sei] das gemeinsame Bewutseyn des Volkes"e;, glaubte Savigny. Die Beitrage der Rechtshistoriker und Literaturwissenschaftler gehen den Fragen von Recht und Gerechtigkeit, Verbrechen und Strafe in rechtshistorischen Werken, in Literatur, Asthetik und Sprache, aber auch in der Rechtspraxis nach: Die historische Rechtsschule, besonders Grimm, Puchta und Savigny, der Bedeutungswandel von Rechtswortern, Achim von Arnim, Clemens und Bettina, Bonaventura, E.T.A. Hoffmann, die Grimmschen Marchen, A.W. Schlegels Shakespeare-Ubersetzungen, Kleist, Eichendorff und Tieck sind die exemplarisch verhandelten Themen.
Der Forschungsbereich der Digitalen Daten ist in den qualitativ arbeitenden Geisteswissenschaften bislang kaum erschlossen. Unter dem popularen Schlagwort Big Data versammeln sich jedoch derzeit neue und allumfassende Formen der Kommunikation in Gestalt der Nutzung und des Austauschs elektronischer Daten, die raumlich als Erweiterung des eigenen Aktionsradius, zeitlich als Beschleunigung von Such- und Kommunikationsvorgangen erlebt werden. Die Beitrage in diesem Band analysieren einerseits semantische Kampfe"e; (Felder 2006) zum Thema Digitale Massendaten auf der sprachlichen Meta-Ebene, indem sie z.B. Ideologien enthullen, die bei der kommunikativen Aneignung des Digitalen entstehen. In den Dialog treten diese Ansatze andererseits mit solchen, die untersuchen, wie User/-innen der digitalen Medien (Twitter, Kommentarforen) in actu mit dem Digitalen umgehen. Erganzend dazu werden theoretische Reflexionen angestoen, die die vielfaltigen Zusammenhange der digitalen Massendaten mit den Begriffen der Macht, des Subjekts und der Programmierung, der Selbstbestimmung und der Algorithmisierung, des Erkenntnispotenzials und des potenziellen Nichtwissens betreffen. Vor allem aufgrund der Methodenvielfalt der Beitrage kann dieser Sammelband somit als qualitativer Bruckenschlag der ,traditionellen' Geisteswissenschaften in das neue Forschungsfeld der Digital Humanities verstanden werden.
Die Vergleichende Kolonialtoponomastik ist ein junger Zweig der Koloniallinguistik und befasst sich mit samtlichen Fragen, die sich auf Ortsnamen in kolonialen Kontexten beziehen. Koloniale Ortsnamen, sogenannte Kolonialtoponyme, bilden einen global verteilten und vielsprachigen Datenbestand, der bisher nicht hinreichend erforscht ist. Der Band zeigt anhand ausgewahlter Fallstudien und mit dem Anspruch, eine Einfuhrung in den Gegenstand zu geben, welche Bedeutung dem Forschungsfeld in der aktuellen Sprachwissenschaft zukommt. Dabei weist die Vergleichende Kolonialtoponomastik einerseits vielfache Schnittstellen zur Namenkunde uberhaupt auf und erweitert diese um einen zentralen Gegenstand der globalen Verflechtungsgeschichten, andererseits ist das Forschungsfeld als wichtiger Bezugspunkt koloniallinguistischer Interessen zu verstehen, weil die Benennung von Raum in Prozessen kolonialer Unterwerfung eine zentrale Herrschaftspraxis darstellt. Der Band zeigt, wie strukturelle, funktionale und diskursorientierte Perspektiven ineinandergreifen, um in linguistischer Perspektive der komplexen Vielfalt des globalkolonialen Toponmastikons entsprechen zu konnen..
Vom eigenen und fremden Sterben zu erzahlen, ist popularer denn je. Oft sind es unheilbar Erkrankte, die erzahlend von ihrem nahen Lebensende berichten und es auf diese Weise gestalten. Doch auch Hinterbliebene und professionelle Begleiterinnen und Begleiter erzahlen vom Sterben. Die Lebensendforschung hat die Bedeutung des Erzahlens am Lebensende seit Langem erkannt. Dennoch sind die Eigentumlichkeiten von Sterbenarrativen bislang nur punktuell in den Blick gekommen. Der vorliegende Band lotet das Erzahlen am und vom Lebensende aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, ethischen und praktischen Perspektiven aus. Was zeichnet dieses Erzahlen aus? Was unterscheidet Sterbeerzahlungen von breiter angelegten biographischen Narrationen und insbesondere von Krankheitserzahlungen? Ist die Rede von Sterbenarrativen geeignet, die vielfaltigen kontextuell bestimmten Formen des Erzahlens vom Sterben auf erzahlgrammatischer Ebene zu bundeln?
Menschen treffen taglich eine Vielzahl von Entscheidungen, entweder fur sich selbst oder fur andere. Auf welcher Basis entscheiden wir eigentlich? Was sind die Grundlagen fur Entscheidungen, wenn die Datenlage unsicher ist, weil eine vollig neue Situation erwartet wird oder schon eingetreten ist? Dies ist in der Medizin regelmaig der Fall und besonders in Zeiten, in denen neue Infektionserreger bekannt werden und Epidemien oder Pandemien auslosen konnen, aber auch in besonderen Situationen wie beispielsweise drohenden Groschadensereignissen, Gefahrenlagen bei Massenansammlungen oder bei drohenden Wirtschaftskrisen mit viralem Charakter. In diesem Buch befassen sich international hochrangige Wissenschaftler aus Medizin, Biologie, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Philosophie und Psychologie sowie renommierte Entscheidungspraktiker in der offentlichen Verwaltung mit der Frage, wie wir Unsicherheiten erkennen, bewerten und rational damit umgehen. Was tun, wenn es kein "e;richtig"e; oder "e;falsch"e; gibt? Konnen wir Risikokompetenz lernen? Konnen lernende Maschinen dabei unterstutzen? Welchen Beitrag kann die Wissenschaft zur Beratung der politischen Entscheidungstrager leisten? Wie ist die konkrete Entscheidungspraxis bei Polizei und Feuerwehr in einer Grostadt wie Hamburg? Andrea Ammon, Direktorin, European Centre for Disease Prevention and Control, Solna Gerd Gigerenzer, Direktor, Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung, Berlin Till Grune-Yanoff, Royal Institute of Technology, Stockholm Andreas Lange, Fachbereich Volkswirtschaftslehre, Universitat Hamburg Klaus Maurer, Oberbranddirektor i.R. der Berufsfeuerwehr, Hamburg Ralf Meyer, Polizeiprasident, Hamburg Thomas Mettenleiter, Prasident des Friedrich-Loffler-Instituts, Riems Arne Traulsen, Max-Planck-Institut fur Evolutionsbiologie, Plon Jedem Statement folgt ein fachnaher Kommentar mit Diskussion.
The present volume offers the first scholarly discussion of Gunter Luling's (1928-2014) work. Luling's views, long passages of the Qur'an are originally mere reworking of pre-Islamic Christian hymns have not received the scholarly attention they deserve, since they were published at the beginning of the 70s of the previous century. Luling attempted to reconstruct an "e;Ur-Qur'an"e; in order to show that Islam emerged in a Christian context in Mecca. He also believed that Muhammad converted from Trinitarian Christianity to paganism and that the Kaaba was a church. Luling's hermeneutical approach to the Qur'an and other Arabic sources on early Islam is, for the first time, the subject of the studies included in the present book. In addition, the volume offers interesting insights in the law case which accompanied the publication of Luling's work.
Kulturgeschichtliche Ansatze zur Erforschung diplomatischer Akteure und Strukturen in der Vormoderne haben aktuell zu Recht Konjunktur. Sie ermoglichen neue thematische Zugange ebenso wie erhebliche Perspektiverweiterungen. Im Rahmen einer Alltags- und neueren Kulturgeschichte der Diplomatie ruckten dabei jungst lebensweltliche Erfahrungen, mentale Pragungen, soziale und zeremonielle Praktiken diplomatischer Akteure sowie Probleme interkultureller Kommunikation in den Fokus des Forschungsinteresses. Wegweisende Studien folgen hier einem semiotisch-interaktionistischen Kulturverstandnis. Dennoch wurden fruhneuzeitliche diplomatische Wissenskulturen mit der doppelten Perspektivierung, die ein solcher Zugriff erfordert, einerseits im Hinblick auf kulturelle Pragungen der Akteure und andererseits auf ihre Rolle bei der Wissensproduktion, -transformation und -zirkulation, bislang noch nicht systematisch erforscht. Der vorliegende Band versucht, erste Ansatze und Wege zur Erforschung dieses Problemfeldes aufzuzeigen. Er nahert sich dem Thema anhand von Hofen, Friedenskongressen und Standeversammlungen (insbesondere Reichstagen) als zentralen Erfahrungsraumen und Orten der Wissensproduktion fruhneuzeitlicher Diplomatie.
Unser Verstandnis von Mechanismen, die der Adipositas und assoziierten Erkrankungen zugrunde liegen, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verandert: Nahm man fruher an, dass vor allem fettreiche Nahrung zum Ubergewicht und muskulare Insulinresistenz zu den Folgeerkrankungen fuhren, ist das Feld heute sehr viel komplexer geworden. Zerebrale Mechanismen - inklusive der zentralen Insulinresistenz - spielen ebenso eine Rolle wie periphere Mechanismen. Die Darm-Hirn-Achse sowie Darmbakterien und Oligosaccharide in der Nahrung werden jetzt als relevante Adipositas-Themen diskutiert und haben unsere bisherigen Behandlungskonzepte verandert. Im vorliegenden Buch werden neue Entwicklungen der Adipositasforschung verstandlich und kompakt dargestellt und ihre Konsequenzen fur zukunftige Praventions- und Therapiekonzepte diskutiert. Auerdem werden multidisziplinare Praventions- und Therapiemanahmen fur verschiedene Zielgruppen ganzheitlich und entsprechend internationaler, wissenschaftlicher Evidenz dargestellt. Das Buch richtet sich an alle, die sich fur die modernen Konzepte der Adipositasentstehung und -behandlung interessieren und innovative Konzepte zur Bekampfung der anhaltenden Volkskrankheit nachvollziehen mochten.
Erstmals wurde dem Barockdichter Sigmund von Birken ein international besetzter interdisziplinarer Kongress gewidmet, dessen Akten mit vorliegendem Band zur Publikation gelangen. Literatur-, Musik-, Kunst- und Theaterwissenschaftler sowie Theologen und Historiker vereinen sich zur Erschlieung eines ausgebreiteten und vielschichtigen Werkes, das zu groen Teilen nur handschriftlich uberliefert ist. Einer zentralen Gestalt im literarischen Leben der zweiten Halfte des 17. Jahrhunderts, die als Prasident des Pegnesischen Blumenordens"e; eine herausragende Position inne hatte, wird damit die ihr lange vorenthaltene wissenschaftlich-publizistische Aufmerksamkeit zuteil.
Gegenstand des Bandes ist eine umfassende Evaluation epistemischer, praktischer, veridiktiver Sachverhalte aus der Perspektive jener Modi des Nichtgelingens, der Storung oder der Irritation, die unter dem Stichwort Irrtum"e; verhandelt werden. Dies soll aber nicht nur aus der Perspektive der Negativitat geschehen, vielmehr soll gefragt werden, inwieweit der Irrtum zum Ausgangspunkt und zur Bedingung gelingender epistemischer Praktiken zu werden vermag. Doch was ermoglicht und garantiert die Unterscheidung von Wahrheit und Irrtum? Was sind die Kriterien einer solchen Unterscheidung? Wer ist unter welchen Bedingungen in der Lage und berechtigt, den Irrtum zu erkennen und als einen solchen festzustellen? Welche Instanzen sind an dieser Unterscheidung beteiligt und hierfur legimitiert? Vermogen wir aus Irrtumern zu lernen? Hier tut sich ein breites Problemfeld auf, das sich zunachst aus dem Antagonismus von Irrtum und Wahrheit ergibt. Diesen Facetten von Irrtum soll in der ganzen interdisziplinaren Breite in der lateinischen und griechisch-byzantinischen, in der arabischen und hebraischen Tradition, in der Laien- und der Gelehrtenwelt, aber auch in der Alltagskultur nachgegangen werden.
The dictionary expands on the original idea of Karttunen and Lockhart to map the usage of loans in Nahuatl, by using a much larger and diversified corpus of sources, and by including contextual use, missing in earlier studies. Most importantly, these sources enrich the colonial corpus with modern data - significantly expanding on our knowledge on language continuity and change.
Die neurodegenerative Erkrankung Alzheimer ist mit ca. 60% die haufigste Form der Demenzerkrankungen. Dieses Handbuch beinhaltet alle relevanten Aspekte zu den biologischen Grundlagen, zur Epidemiologie, Diagnostik und Differentialdiagnostik, zum ethischen und rechtlichen Rahmen, der Therapie (Pharmakotherapie, nicht-pharmakologische Interventionen), der Versorgung und Pravention. Es richtet sich damit an Arzte sowie professionelle Behandler und Versorger von Patienten mit der Alzheimer-Krankheit.
Offentliche Bibliotheken erhalten eine immer groere Relevanz als Lernort. Sowohl inhaltliche Angebote als auch raumliche Strukturen bieten Lernenden vielfaltige Nutzungsoptionen, die fur Auenstehende allerdings oft nur schwer uberschaubar sind. Dieser Band versucht die beiden Perspektiven Innensicht und Auensicht zu moderieren. Auf der einen Seite geht es darum, aktuelle Entwicklungen bezogen auf Konzeptionen der inhaltlichen Ausrichtung von Offentlichen Bibliotheken als Lernwelt aufzuzeigen, Entwicklungen von Raumstrukturen in den Blick zu nehmen sowie Anforderungen an das Personal zu identifizieren. Auf der anderen Seite geht es darum, die Entwicklungen so darzustellen, dass sie fur Diskurse in anderen Bildungsbereichen anschlussfahig sind.
Friedrich Vollhardt befasst sich in seiner Untersuchung Selbstliebe und Geselligkeit"e; und vielen weiteren Arbeiten intensiv mit dem Verhaltnis der Literatur zu Wissensbestanden, die sich der praktischen Vernunft zuordnen lassen. Dazu zahlen neben Rechts- und Morallehren auch Theorien der Politik und der Religion. Daher lasst sich sagen, dass sich Vollhardts Forschungen im Sinne des (ihm besonders nahen) 17. und 18. Jahrhunderts auf die Bedeutung einer philosophia practica universalis fur die Literatur konzentrieren. Diesem Themenkomplex ist auch die Festschrift zu Vollhardts 60. Geburtstag gewidmet: Lehrer und Kollegen, Schuler und Freunde des Geehrten setzen sich aus philologischen, philosophischen, theologischen und historischen Perspektiven mit dem Verhaltnis von Literatur und praktischer Vernunft auseinander. Sie spannen dabei einen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
The book series is dedicated to the study of the multifaceted dynamics of wordplay as an interface phenomenon. The contributions aim to bring together approaches from various disciplines and present case studies on different communicative settings, inluding everyday language and literary communication, and thus offer fresh perspectives on wordplay in the context of linguistic innovation, language contact, and speaker-hearer-interaction. La collection vise a analyser la diversite de la dynamique du jeu de mots en tant que phenomene d'interface. Les contributions reunissent les approches de differentes disciplines et presentent des etudes de cas de situations de communication variees, incluant tant le langage quotidien que la communication litteraire. Ainsi, elles offrent de nouvelles perspectives sur le jeu de mots dans le contexte de l'innovation linguistique, du contact linguistique, et de l'interaction locuteur-interlocuteur. Editorial Board: Salvatore Attardo (Texas A&M University Commerce, USA), Dirk Delabastita (Universite de Namur, Belgium), Dirk Geeraerts (Katholieke Universiteit Leuven, Belgium), Raymond W. Gibbs (University of California, Santa Cruz, USA), Alain Rabatel (Universite de Lyon 1 /ICAR, UMR 5191, CNRS, Universite Lumiere-Lyon 2, ENS-Lyon, France), Monika Schmitz-Emans (Ruhr-Universitat Bochum, Germany), Deirdre Wilson (University College London, UK)
Der Schwerpunkt der Reihe liegt auf thematisch fokussierten Auseinandersetzungen mit Nietzsches Werken, seinen Quellen und seiner Rezeption. Publiziert werden vor allem Sammelbande, die auf Tagungen, Kolloquien und Vorlesungsreihen der Nietzsche-Forschungsstelle Freiburg sowie der Friedrich-Nietzsche-Stiftung Naumburg zuruckgehen und ein starkes inhaltliches Profil aufweisen. Die Reihe ist ideen-, kultur-, literatur- und philosophiegeschichtlich orientiert und - bei methodischer Offenheit fur disziplinare Vielfalt - dem Ideal genauer Textlekturen verpflichtet. Zu den Herausgebern der Reihe: Andreas Urs Sommer, Universitat Freiburg und Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Sebastian Kaufmann und Katharina Gratz, Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Ralf Eichberg, Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg; Christian Benne (Universitat Kopenhagen).
The book series is dedicated to the study of the multifaceted dynamics of wordplay as an interface phenomenon. The contributions aim to bring together approaches from various disciplines and present case studies on different communicative settings, inluding everyday language and literary communication, and thus offer fresh perspectives on wordplay in the context of linguistic innovation, language contact, and speaker-hearer-interaction. La collection vise a analyser la diversite de la dynamique du jeu de mots en tant que phenomene d'interface. Les contributions reunissent les approches de differentes disciplines et presentent des etudes de cas de situations de communication variees, incluant tant le langage quotidien que la communication litteraire. Ainsi, elles offrent de nouvelles perspectives sur le jeu de mots dans le contexte de l'innovation linguistique, du contact linguistique, et de l'interaction locuteur-interlocuteur. Editorial Board: Salvatore Attardo (Texas A&M University Commerce, USA), Dirk Delabastita (Universite de Namur, Belgium), Dirk Geeraerts (Katholieke Universiteit Leuven, Belgium), Raymond W. Gibbs (University of California, Santa Cruz, USA), Alain Rabatel (Universite de Lyon 1 /ICAR, UMR 5191, CNRS, Universite Lumiere-Lyon 2, ENS-Lyon, France), Monika Schmitz-Emans (Ruhr-Universitat Bochum, Germany), Deirdre Wilson (University College London, UK)
Zentrales Thema des Sammelbandes ist der Begriff der Verfestigung bzw. der formalen Stabilitat im Deutschen und im Sprachvergleich, der die Aktualitat der neueren lexikographischen und phraseologischen Forschung besonders pragt. Die hier versammelten 23 Beitrage reihen sich thematisch in diese Aktualitat ein und behandeln diskursive Aspekte der Verfestigungs- bzw. Stabilitatsproblematik im Diskurs. Arbeiten und Forschungsergebnisse ausgewiesener internationaler Experten werden hier zusammengefuhrt, die sich der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Morphologie/Syntax widmen und vor allem das Deutsche oder den Sprachvergleich betreffende Fragestellungen im Zusammenhang mit Grammatikalisierungs-, Lexikalisierungs- und/oder Phraseologisierungsphanomenen diskutieren. Hiermit verbunden wird u.a. der Frage nachgegangen, wie verfestigte Strukturen zu Argumentationszwecken im Diskurs eingesetzt werden. Der vier thematische Bereiche umfassende Band zeigt damit, wie facettenreich der Verfestigungsbegriff im Diskurs sein kann und bietet zugleich Impulse fur die kunftige Forschung in diesem Bereich.
Die Studien zur Geschichte und Kultur des Vorderen Orients erscheinen als Supplement der Zeitschrift Der Islam, gegrundet 1910 von Carl Heinrich Becker, einem der Vater der modernen Islamwissenschaft. Ganz im Sinne Beckers ist das Ziel der Studien die Erforschung der vergangenen Gesellschaften des Vorderen Orients, ihrer Glaubenssysteme und der zugrundeliegenden sozialen und okonomischen Verhaltnisse, von der Iberischen Halbinsel bis nach Zentralasien, von den ukrainischen Steppen zum Hochland des Jemen. Uber die grundlegende philologische Arbeit an der literarischen Uberlieferung hinaus nutzen die Studien die archivalischen, sowie materiellen und archaologischen Uberlieferungen als Quelle fur die gesamte Bandbreite der historisch arbeitenden Geistes- und Sozialwissenschaften.
Das Damonische ist eine Kategorie des Zweideutigen in den philosophischen, theologischen und kulturwissenschaftlichen Diskursen um 1900. Paul Tillich hat den Begriff in seinen Schriften seit den 1920er Jahren verwendet und zu einer grundlegenden Kategorie seiner Religionsphilosophie, Theologie und Kulturtheorie ausgearbeitet. Die Beitrage des Bandes thematisieren erstmals Tillichs Verstandnis des Damonischen in problem- und werkgeschichtlicher sowie systematischer Perspektive. Erst dadurch wird sein Verstandnis des Damonischen vor dem Hintergrund der vielschichtigen Kontroversen um diese Deutungskategorie des Ambivalenten in den philosophischen und theologischen Debatten des 20. Jahrhunderts pragnant herausgearbeitet.
Die Probleme, die das Adjektiv aufwirft, sind vielfaltig; und zahlreich sind die Bezuge zwischen ihnen. Beides ergibt sich aus einem charakteristischen Dazwischen"e; des Adjektivs. Und wenn der vorliegende Band seine Beitrage geordnet in drei Sektionen: Grammatik, Pragmatik, Erwerb prasentiert, dann vor dem Hintergrund, dass sich in allen drei Zugangsweisen dieses Dazwischen"e; in spezifischer Form wiederfindet:Grammatisch sind die Adjektive als Wortart definiert uber ihre primar attributive Funktion, die zwischen Referenz und Pradikation rangiert, in ihrem pragmatischen Nutzen bewegen sich Adjektive kaum greifbar zwischen Bewertung und Beschreibung, und im Adjektiverwerb scheinen Sprecher einen diachron aufgespannten Zwischenraum zu uberwinden zwischen primarem Interaktionsbezug und allmahlich zunehmender Konzeptualisierung - einen Zwischenraum jedoch, der auch im fertigen"e; grammatischen und pragmatischen Dazwischen der Wortart nicht uberwunden, sondern nur differenzierter ausgestaltet erscheint.Die Pointe dieses Bandes liegt so in der gemeinsamen Prasentation von grammatischen und pragmatischen Aspekten des Adjektivs sowie von Problemen des (oft stiefmutterlich behandelten) Adjektiverwerbs, in der die immer analog auftretende Zwischenposition offenbar zugangsubergreifend die beiden Seiten derselben adjektivischen Medaille konstituiert.
Das Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft ist ein literaturwissenschaftliches Periodikum, das vorwiegend Beitrage zur deutschsprachigen Literatur von der Aufklarung bis zur Gegenwart veroffentlicht. Diese Zeitspanne entspricht den Sammelgebieten des Deutschen Literaturarchivs Marbach, das von der Deutschen Schillergesellschaft getragen wird. Arbeiten zu Schiller sind besonders willkommen, bilden aber nur einen Teil des Spektrums. Weitere Gebiete, denen ein verstarktes Interesse gilt, sind die Geschichte der Germanistik (der sich auch eine Marbacher Arbeitsstelle widmet) und das Verhaltnis von Text und Bild. Daruber hinaus ist es ein Ziel des Schiller-Jahrbuchs, wichtige unveroffentlichte Texte und Dokumente"e; zu publizieren. Auerdem werden regelmaig Diskussionen uber aktuelle Probleme der Literaturwissenschaft und des literarischen Lebens gefuhrt sowie - vom Jahrgang 2000 an - eine jahrliche internationale Bibliographie zu Schiller geboten.
This special issue of Symbolism: An International Annual of Critical Aesthetics explores the various functions of metaphor in life writing. Looking at a range of autobiographical subgenres (pathography, disability narratives, memoirs of migration, autofiction) and different kinds of metaphors, the contributions seek to 'map' the possibilities of metaphor for narratively framing an individual life and for constructing notions of selfhood.
Diktatur und Krieg verbinden die historische Erinnerung in Russland und Deutschland und trennen sie zugleich. 29 deutsche und russische Autoren erschlieen zentrale Brennpunkte der russischen und deutschen Erinnerungskultur und ihrer traumatischen Dimensionen. Behandelt werden - aus je zweifacher Perspektive - "e;klassische"e; Erinnerungsorte wie etwa Stalingrad, ferner spezifische "e;Gruppengedchtnisse"e;, Probleme historischer Orte und Aspekte der filmischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des deutsch-sowjetischen Kriegs. Der Band ist das Ergebnis einer insgesamt viertgigen Konferenz, die in der Akademie der Wissenschaften in Moskau und im Institut fr Zeitgeschichte in Mnchen stattgefunden hat.
The volume contains a critical review of data, results and open problems concerning the principal Greek and Coptic majuscule bookhands, based on previous research of the author, revised and updated to offer an overview of the different graphic phenomena. Although the various chapters address the history of different types of scripts (i.e. biblical majuscule, sloping poitend majuscule, liturgical majuscule, epigraphic and monumental scripts), their juxtaposition allows us to identify common issues of the comparative method of palaeography. From an overall critical assessment of these aspects the impossibility of applying a unique historical paradigm to interpret the formal expressions and the history of the different bookhands comes up, due to the fact that each script follows different paths. Particular attention is also devoted to the use of Greek majuscules in the writing of ancient Christian books. A modern and critical awareness of palaeographic method may help to place the individual witnesses in the context of the main graphic trends, in the social and cultural environments in which they developed, and in a more accurate chronological framework.
Im Jahr 2014 feierte das Institut fur Deutsche Sprache (IDS) sein 50-jahriges Bestehen. Dieses Jubilaum nahm das IDS zum Anlass, seine Jahrestagung thematisch etwas breiter anzulegen und diejenigen Themenfelder, die in der sprachwissenschaftlichen Diskussion der letzten funf Jahrzehnte eine besondere Rolle gespielt haben und zu denen das IDS in besonderer Weise hat beitragen konnen, einer Revision zu unterziehen. Die Beitrage dieses Bandes bieten daher einerseits eine Zusammenschau der aktuellen Fragen der Grammatikforschung und Grammatikografie, der Lexikologie und Lexikografie, des gesprochenen Sprachgebrauchs sowie der Korpustechnologie und der Computerlinguistik. Andererseits geben sie auch Auskunft daruber, wo die Sprachwissenschaft im Moment steht und wo sich zukunftig vielleicht neue Forschungsraume offnen.
This series takes account of the fact that empirical approaches based on qualitative or quantitative methods of corpus linguistics have become a central paradigm within linguistics. Usage-based approaches can be found on all linguistic levels, ranging from phonological and prosodic studies to those in the fields of morphology, syntax, semantics and pragmatics (the latter is especially prolific with, for example, discourse analysis, text linguistics or conversation analysis) as well as sociolinguistics and the analysis of media and computer-mediated communication. The series intends to offer a thematically open platform for different approaches within synchronous linguistics as well as for interdisciplinary works with a linguistic focus which devise new ways of working empirically and which intend to develop new data-based methods and theoretical models for empirical linguistic analyses.Both monographs and edited volumes with a synchronous empirical approach are published. The publication language is either German or English. All submissions are peer-reviewed. External Reviewers:Magnus P. Angsal (Goteborg, Sweden),Michael Beiwenger (Duisburg-Essen, Germany),Pia Bergmann (Jena, Germany),Noah Bubenhofer (Dresden, Germany),Helen Christen (Fribourg, Switzerland),Waldemar Czachur (Warsaw, Poland),Ulla Fix (Leipzig, Germany),Stephan Habscheid (Siegen, Germany),Jorg Hagemann (Freiburg, Germany),Mathilde Hennig (Gieen, Germany),Katharina Konig (Munster, Germany),Konstanze Marx (Mannheim, Germany),Marcus Muller (Darmstadt, Germany),Thomas Niehr (Aachen, Germany),Hannes Scheutz (Innsbruck, Austria)Anja Stukenbrock (Lausanne, Switzerland),Georg Weidacher (Graz, Austria),Evelyn Ziegler (Duisburg-Essen, Germany),Alexander Ziem (Dusseldorf, Germany). Open Access:Thanks to a pilot project with the FID Linguistik, six upcoming volumes will be published in gold open acceess between 2019 and 2021. All volumes already published have been tranformed to open access publications.https://www.linguistik.de/
Als die fruhere westdeutsche Geschichtsschreibung die Anfange der Ordnungspolitik in der SBZ/DDR in die demokratische Selbstverwaltungstradition der Weimarer Republik einreihte und von einem von der Besatzungsmacht "e;kontrollierten Pluralismus"e; sprach, kolportierte sie lediglich die "e;nationalkommunistisch"e; akzentuierte Geschichtspolitik der SED. Tatsachlich normierte die Besatzungsmacht von Anfang das eigene zentralistisch-etatistische Ordnungsmodell, beherrscht von einer mit dem allseitigen Machtprivileg ausgestatteten "e;Staatspartei"e;. Der Konflikt zwischen Einflussmethoden der Besatzungsmacht und der Wirklichkeit loste ein nachhaltiges Durcheinander besatzungs-, reichs-, landes- und DDR-rechtlicher Normen aus. Pragnante Belege ergeben sich aus dem Vergleich der ostdeutschen mit der sowjetischen Quellenuberlieferung, weil sie nach unterschiedlichen geschichtspolitischen Interessen modelliert wurden. Die Dokumentation prasentiert Schlusseldokumente zur Entwicklung der offentlichen Verwaltung und Durchsetzung der "e;Parteidiktatur"e; in der SBZ/DDR und erlautert zentrale Aspekte der ostdeutsch-sowjetischen Interaktion.
Pragmalinguistische Untersuchungen, die ganzlich von kognitiven Dimensionen abstrahieren, verlieren zentrale Aspekte ihres Gegenstandsbereichs aus dem Blick. Zugleich mussen auch in kognitionslinguistischen Ansatzen die soziopragmatischen Pragungen kognitiver Prozesse theoretisch modelliert und empirisch anhand von Sprachgebrauchsdaten untersucht werden. Der Band versammelt grundlagentheoretische und empirische Studien aus verschiedenen pragmatischen Disziplinen wie Textlinguistik, Gesprachslinguistik und Diskurslinguistik zu Gegenstanden, die einen gleichermaen pragmalinguistischen und kognitionslinguistischen Zugang erfordern. Klassische Gegenstande der kognitiven Linguistik wie Metaphern oder Frames werden so in pragmatischer Perspektive als kontextgebundene Ressourcen sprachlichen Handelns greifbar.
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