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A b e r es wird n i c h t durchforstet.« Der Stein auf; den Rock zu, zwei Knöpfe auf einmal, zwei Stühle über den Haufen gerannt und fort. Ich, denk' ich, nun wird's doch einmal aus sein mit der Freundschaft? Ja, prosit Mahlzeit! Das war vorgestern nacht, und gestern früh kaum war's Tag wer da vom Schloß daher gepfiffen kommt und an des Försters Fenster pocht, als wär' nie nichts passiert das ist der Stein. Und wer schon eine Viertelstunde gewartet hat und drin sein »Gleich!« unter dem weißen Schnauzbart hervorschnarcht das ist der Ulrich. Und nun miteinander hinaus, mir nichts, dir nichts in den Wald als wär' nie nicht kein Zank gewest. Und das fällt auch keinem Menschen mehr auf. Nachts gezankt und früh miteinander in den Wald als müßt's so sein. Aber macht er's denn mit seinem Jungen anders, der Stein? mit dem Robert? Der Stein? Hat der nicht schon ein halbdutzendmal fortgewollt? Und hernach ist er wieder zu gut. Konfuse Wirtschaft das! Während des letztern ist er Schritt vor Schritt vor dem Tisch zurückgewichen, den Andres und Wilhelm hereingetragen bringen und an den bereits zur Linken stehenden Tisch fügen, der in der Richtung von der Rampe nach dem Hintergrunde steht.
¿Onkel Heinz, Onkel Heinz,¿ schallte es von hellen Kinderstimmen durcheinander, und ein Junge im Alter von zehn Jahren, nebst zwei kleinen Mädchen von acht und sieben Jahren, liefen einem Herrn entgegen, der die Tür zum Kinderzimmer in Gontraus Hause geöffnet hatte und hineinschaute. Sogleich wurde er von den dreien mit hellem Jubel umringt, der eine zerrte ihn hierhin, der andre dorthin; lachend versuchte er die Ungestümen abzuwehren, aber da klammerten sie sich noch fester an ihn, und er kam nicht los.¿Wollt ihr mich wohl loslassen, ihr Trabanten,¿ rief er endlich; ¿wartet, ihr Kröten, ich werde euch kommen!¿Und er griff nach seinem Stocke. Da flogen sie kreischend auseinander; der Junge aber und das älteste der beiden Mädchen, ein dunkellockiges Kind mit blitzenden, braunen Augen, warfen sich an die Erde und nun begann ein Raufen und Balgen, daß sie wie ein Knäuel umherkollerten.¿Aber Ruth, schäme dich, gleich stehst du auf!¿ gebot Ilse, welche in diesem Augenblicke mit Nellie ebenfalls hereingekommen war, und reichte dann Onkel Heinz die Hand, der inzwischen die kleine, blonde Marianne emporgehoben hatte, welche ihre Ärmchen fest um seinen Hals schlang. Ruth aber, Gontraus wilde Älteste und ihr Freund Fritz, Rosis Junge, hatten sich hinter seinen Rücken geschlichen, ihn zupfend und neckend, und wenn er sich umdrehte und sie fortjagen wollte, liefen sie mit lautem Geschrei zurück. Das war ein Hauptspaß.
An dem Porzellanschild einer kleinen Parterrewohnung, in einem regen Geschäftsviertel der Stadt, war das Wörtchen »von« mit schwarzer Tinte so kräftig nachgezogen, daß der Name Feldern daneben sich beinahe unansehnlich ausnahm. Dies und der Umstand, daß Frau von Feldern auch beim Sprechen ihr »von« über alles Maß zu betonen pflegte, hatte der Familie die überaus kurze, aber vollwichtige Benennung »Vons« eingetragen. Man lächelte in der Nachbarschaft, wenn das Paar miteinander über die Straße ging; sie immer in schwarzer Seide, schlank und hager, mit Augen, die eigentlich sehr lebhaft waren, denen sie aber einen blasiert vornehmen Ausdruck zu geben bemüht war. Auch Herr von Feldern war schlank, er ging immer in Grau, trug einen schön gepflegten Backenbart und weiße glänzende Manschetten bis vor auf die Fingerspitzen, Dies war seine Haupteigentümlichkeit; im übrigen war er die Harmlosigkeit selbst und hatte nur ein einzigesmal in seinem Leben ausgeschlagen ¿ damals, als er mit neunzehn Jahren als junger Fähnrich urplötzlich selbständig im Leben stand.
BACULUS. Du hast deine liebe Sippschaft eingeladen, du willst hoch traktieren und meintest, ohne Wildbraten wäre der Schmaus nicht vornehm genug GRETCHEN. Nun ja, wofür heirate ich Ihn denn? Ich bin genug verspottet worden. Das junge hübsche Gretchen, sagten die Leute, und der alte häßliche Schulmeister BACULUS. Nu, nu GRETCHEN. Ich dachte, spottet ihr nur! Kann ich nur erst recht traktieren, so stimmt ihr ein andres Liedchen an, und ist vollends ein Rehbraten dabei, so platzt ihr alle vor Neid. BACULUS. Nun bin ich denn auf dein Begehren in der Dämmerung hinausgeschlichen und habe im Tiergarten des Herrn einen feisten Rehbock geschossen. GRETCHEN. Und ist dumm gewesen und hat sich ertappen lassen! BACULUS. Rede nicht so einfältig; ich bin ja doch kein Wilddieb von Profession, du hättest mich sollen stehen sehen mit dem Mordgewehr in der Hand. Siehst du, so stand ich da und überlegte, ob ich losdrücken sollte oder nicht; und das gute Tier, soviel ich in der Dämmerung erkennen konnte, stand so ruhig da, als ob es fragen wollte: »Ist das Nächstenliebe?« Bauz, da ging der Schuß los, und gleich darauf ich auch, weil ich jemand kommen hörte; am Ende des Tiergartens wurde ich erwischt, und ich glaubte bis jetzt noch gut weggekommen zu sein, daß ich nur die Flinte eingebüßt hatte.
Thomas war in einem großen, alten Hause geboren, das zurückgezogen und ernst in einer breiten Ecke des Marktes lag, im Mittelpunkt der Stadt. Es hatte weniger Stockwerke und viel höhere Fenster als die Nachbarhäuser, die es hart begrenzten. Hinter dem sonneverbrannten braunen Torbogen lag ein kühler, hoher Flur, dessen Decke zwei wuchtige weiße Säulen stützten; eine weite Treppe mit sehr niedrigen Stufen führte empor bis zur ersten Plattform, bis zu dem quadratisch geschnittenen, riesigen weißen Schiebefenster, gegen das die leuchtenden Blätter der Fliederbäume klopften: Da lag ein weiter Garten mit alten Bäumen und wilden Rasenflächen, und ein tiefer Hof, überschattet von dem hohen Grün des Gartens, und stumm und alt schaute die lange Fensterreihe einer ungeahnten Seitenfront des Hauses auf ihn nieder. Wo sie endete, war ungewiß. Es war auch ungewiß, was auf der anderen Seite des Gartens lag. Thomas wußte es, seitdem er sich einmal durch die dichte hohe Buschmauer bis an den schwärzlichen Lattenzaun hindrängte: Da sah er tief unter sich ein schmales, dunkles Wasser ziehen, dahinter kauerten verbaute kleine Häuser. ¿ In seine Tiefe hinein nahm der Garten endlich jählings ein Ende: Es legte sich eine rauhe, breite, fensterlose Wand davor, an der in großen Abständen auf dicken schwarzen Holzplatten schwere eiserne, verrostete Ringe hingen, unbeweglich, ein Jahr wie das andere. Die Wand mußte wohl zu einem Gebäude gehören, denn es lag ein düsteres, schräges Dach darüber, in dessen einziger Luke einmal ein rohes Gesicht erschien, und eine Hand dazu. Dies Erlebnis verschwieg Thomas selbst seiner Mutter. Aber unbeweglich, ein Jahr wie das andere, sah alles wieder herab, und er vergaß sein Mißtrauen. Zuweilen aber, ohne daß er selbst es wußte, kehrte er sich von dieser Mauer ab und schritt dem entgegenliegenden Ende des Gartens zu: Durch die Stämme hindurch nahte sich die weite Steinhalle zu ebener Erde, mehr und mehr hob sich der grüne Blättervorhang, es erschienen die großen grauen Fensterbogen, die Pilaster wuchsen höher und höher, bis sie in reichem, schwerem Kapitell unter dem Giebel endeten, und aus seiner düsteren Miene grüßte das altvertraute, verblaßte Wappenschild herab.
In früher Morgenstunde verließ ich die Stadt Korfu und wanderte hinaus in das von allen Göttern gesegnete, glanzumflossene Land; es war schon Sommer, und bald wurde die Hitze übergewaltig, mühsam wand ich mich seitwärts vom sonnigen Wege durch den Schatten der prachtvollen Oelwälder, deren Gleichen der Süden nicht wieder trägt, und gegen die Mittagsstunde machte ich völlige Rast bei einem Dorfe, an einer unter Reisenden berühmten Stelle, am Brunnen von Gasturi. Eine mächtige Platane, ein bewunderter Baum, breitet seine Aeste reichschattend über den Platz, wo das Wasser sprudelt, und weit dehnt sich hinter der offenen Schlucht, die ein Theil des Dorfes und Orangengärten füllen, das hügelige Land bis zu den kahlen Bergen, die den Blick mit kühnen und feinen Linien begrenzen. Hier warf ich mich nieder ins hohe Gras und träumte in die Landschaft hinaus. Die Sonne stand gerade über der Platane, die mich schützte, aber draußen wogte und zitterte die glühende Luft, und wie ein lebendiger Schleier wallte es weich über den mattgrünen Wäldern und über den grauen, in das Grün begrabenen Dörfern auf den Höhen; und dieser Schleier war aus Gold gewirkt, unendliche Ströme von Licht flutheten über die Erde, und dennoch standen Berge und Wald wie in dämmerndem Dunst verschwimmend vor den Augen, fast als läge Mondschein darüber. Es war so stumm im Lande wie in einsamer Mitternacht, gnädige Ruhe deckte das Leben, nicht Mensch noch Thier regte sich vor den Häusern, keines Vogels Ruf klang aus dem unbewegten Laub in das feierliche Schweigen. Mir schien, als flüsterten manchmal fast unhörbar warnend die leisen Meereslüfte den Blättern zu, wie sie vor Jahrtausenden zu dieser Stunde gethan: »Der große Pan schläft!«
Die freundliche Aufnahme, welche unserm kleinen Werke alsbald nach seinem Erscheinen zu Theil wurde und in kurzer Zeit eine wiederholte Auflage nöthig machte, scheint uns den besten Beweis dafür zu liefern, daß sich wirklich in unsrer Frauenwelt noch in genügender Anzahl jene gesunden Elemente vorfinden, an welche die Verfasserin in dem Vorwort zur ersten Auflage appellirte. Gewiß kommt dieser rasche Erfolg viel weniger deren eignem Verdienste als vielmehr dem Umstande zu, daß es in der That ein Bedürfniß der Zeit zu sein scheint, anregende Worte über die Wichtigkeit einer besseren weiblichen Erziehung zu vernehmen. Einsichtsvolle und begabte Erzieher werden es vielleicht nicht verschmähen, in dem Sinne fortzuwirken, welcher, wie wir uns überzeugt zu haben glauben, Anklang bei der Frauenwie bei der Männerwelt gefunden hat.Daß die Verhältnisse Manches von dem hier Ausgesprochenen soll es eine praktische Anwendung finden in einer oder der andern Weise modificiren werden, verkennen wir nicht, aber im großen Ganzen glaubt die Verfasserin nicht zu viel angestrebt und gefordert zu haben.
Weib, gib mir Deckel, Spieß und Mantel, Der Dienst geht los, ich muß hinaus. Noch einen Schluck ... Adies Mariandel! Ich hüt' die Stadt, hüt' du das Haus! Nun schrei' ich wieder wie besessen, Was sie nicht zu verstehen wagen Und was sie alle Tag vergessen: Uht! Hört, Ihr Herrn, und laßt Euch sagen! Schnarcht ruhig fort in Euren Nestern Und habt auf mein Gekreisch nicht acht! Die Welt ist akkurat wie gestern, Die Nacht so schwarz wie alle Nacht. Auch welche Zeit, will Niemand wissen, 's gibt keine Zeit in unsren Tagen, Duckt Euch nur in die warmen Kissen, Die Glocke die hat nichts geschlagen!
Die Ewigkeit verwirfft die Eitelkeit der Welt; vnd zeiget durch was Mittel die vnvergängliche Ehre zu erlangen. Demetrius vnd Procopius / welche in heimblichen Verstande mit der Königin Statt-Jungfer / werden durch selbte zu der Königin / durch die von zugerichtetem Weine eingeschläffete Wache geführet; entdecken selbiger den Zustand Georgiens / vnd versichern Sie gewisser Erledigung. Solche Unterhandelung wird gestöret durch unverhoffte Ankunfft deß Persischen Königes / welcher vmbsonst / der Königin Keuschheit zugesetzet. Das Gefangene Frauenzimmer beschleust / vnd beklaget mit einem Trauer-lide / deß Vaterlandes Vntergang.Chach Abas beklaget sich daß seine Liebe sonder Frucht. Wird abgefordert zu der Abschieds Verhör deß Gesandten auß Reussen / welcher in selbter den König vmb Erledigung der Catharine belanget / die jhm zwar versprochen / Chach Abas aber beklaget bald nach abtritt deß Gesandten / daß er zu vnbedachtsam in ihre Freyheit gewilliget. Die Abhandelung wird geschlossen von den Reyen der von Chach Abas ermordeten Fürsten.
Ich übergebe Euch hier eine Jugendschrift mit dem Wunsche, daß sie Euch willkommen seyn möge. Gleichwohl geschieht es mit einiger Verzagtheit, gleich dem Wanderer, der sicher nicht mit zuversichtlicher Ruhe einen Weg gehet, auf dem er so viele irre gegangen weiß, die vor ihm diese Strasse gewandelt. Möge ich wenigstens von der richtigen Strasse nicht zu ferne seyn, wie die Meisten, die sich mit der Jugendschriftstellerey befassen. Was man gewöhnlich gegen Kindermährchen sagt und sagen kann ¿ ich weiß es schon. Aber dennoch steht meine Ueberzeugung fest, daß die Jugend Mährchen haben m u ß . Mährchen-Poesie ist möchte ich sagen, die Poesie der Kindheit des poetischen Lebensalters. Das Interesse, das Kinder daran nehmen, ist mein Beweis dafür. Und ich möchte behaupten, daß ein Mährchen von dem Aschenpittchen, dem Lebkuchenhäuschen, dem Schneewittchen u.d. gl. eben so gut (wo nicht besser) in eine gute Erziehung eingreifet, als die hundert und aber hundert geglätteten Erzählungen von dem e i t e l n J u l c h e n , dem w i l d e n L o r c h e n , dem l e i c h t s i n n i g e n K a r l , dem g u t h e r z i g e n L o t t c h e n , und wie sie sonst betitelt seyn mögen.
¿Bimmelimbim, hollahe, ich bin da!¿ so rief unverdrossen ein Mann, der vor einem kleinen, mit einem roten Vorhang verhüllten Kasperletheater stand. Das Budchen befand sich auf einem großen Platz, auf dem es noch viele andere Buden gab, denn in dem Städtchen Wutzelheim war Schützenfest; dazu waren Karussellmänner und Schaubudenleute von weither gekommen. Um das Kasperlebudchen herum drängten sich die Kinder. Es sollte, so wurde gesagt, ein besonders lustiges Kasperle sein, das da spielte, und das Zusehen war billig. Für einen Pfennig konnte man lange stehen, und manchmal konnte man sogar ausreißen, ohne den Pfennig zu bezahlen. Aber das taten nur wenige, die meisten gaben gewichtig ihren Pfennig hin, man mußte doch Kasperle belohnen. Immer wieder tönte das Bimmelimbim des Budenbesitzers, immer mehr Kinder liefen herzu. Endlich ging der rote Vorhang auf, und Kasperle steckte seine große, große Nase heraus und fragte: ¿Seid ihr alle da?¿ ¿Ja!¿ scholl es im Chor. ¿Hm!¿ Kasperle seufzte, schwang ein Beinchen über die Brüstung und fragte trübselig: ¿Ihr denkt nun wohl, ich werde kaspern?¿ ¿Ja,¿ schrien die Kinder, und ein paar Ungeduldige drängten: ¿Fang doch an, sonst müssen wir zum Abendbrot nach Hause!¿ Es war aber erst drei Uhr nachmittags, und das Kasperle lachte etwas. ¿Abwarten und Tee trinken!¿ rief es. ¿Erst muß ich euch eine Geschichte erzählen. Wollt ihr sie wissen?¿ ¿Ja, ja,¿ ertönte es von unten herauf.
Sollt' Anakreon itzt sterben, Und wir wären seine Erben: Gleim, der zweit' Anakreon, Trüge seine Leyer billig Vor uns übrigen davon. Seine Gabe zum Beneiden: Lebensweisheit einzukleiden In der Spiele leichte Tracht, Hat zu seinem Eigenthume Lichtwehr schon vorlängst gemacht. Seine Kunst, vergnügt zu scherzen, Aller Frauenzimmer-Herzen Sichre Ueberwinderin! Nähme wohl mit Fug und Rechte Unser Freund Jacobi hin! Sein geheimes Schmachten, Sehnen Und Frohlocken, erst der Schönen Hartes Herz, durch Amors Pfeil Zu verwunden, dann zu heilen, Würde dir, o Schmidt! zu Theil. Wein verließ er nicht, der Zecher! Aber seine Kränz' und Becher, Und den sorgenlosen Sinn Ihres vorigen Besitzers, Nähmest du, Michälis! hin. Alles wollt' ich gern Euch gönnen, Möcht' ich Eins nur erben können: ¿ Seine Taube wünscht' ich mir! Ach! mich liebt ein holdes Mädchen, Aber weit ist sie von hier. Und das Mädchen liebt die Tauben, Aber diese, sollt' ich glauben, Liebte sie vor allen wohl, Wenn sie käme, beide Krallen Von des Senders Briefen voll!
Drei Bauern kamen eine Herbstnacht oder vielmehr früh, als es mehr gegen den Morgen ging, von einer Hochzeit aus dem Kirchdorf Lancken geritten. Sie waren Nachbarn, die in einem Dorfe wohnten, und ritten des Weges miteinander nach Hause. Als sie nun aus einem Walde kamen, sahen sie an einem kleinen Busche auf dem Felde ein großes Feuer, das bald wie ein glühender Herd voll Kohlen glimmte, bald wieder in hellen Flammen aufloderte. Sie hielten still und verwunderten sich, was das sein möge, und meinten endlich, es seien wohl Hirten und Schäfer, die es gegen die Nachtkälte angezündet hätten. Da fiel ihnen aber wieder ein, daß es am Schlusse Novembers war, und daß in dieser Jahreszeit keine Hirten und Schäfer im Felde zu sein pflegen. Da sprach der jüngste von den dreien, ein frecher Gesell: "Nachbarn, hört! Da brennt unser Glück! Und seid still und lasset uns hinreiten und jeden seine Taschen mit Kohlen füllen; dann haben wir für all unser Leben genug und können den Grafen fragen, was er für sein Schloß haben will." Der älteste aber sprach: "Behüte Gott, daß ich in dieser späten Zeit aus dem Wege reiten sollte! Ich kenne den Reiter zu gut, der da ruft: Hoho! Hallo! Halt den Mittelweg!" Der zweite hatte auch keine Lust. Der jüngste aber ritt hin, und was sein Pferd auch schnob und sich wehrte und bäumte, er brachte es an das Feuer, sprang ab und füllte sich die Taschen mit Kohlen. Die andern beiden hatte die Angst ergriffen, und sie waren im sausenden Galopp davongejagt, und er ließ sie auch ausreißen und holte sie dicht vor Vilmnitz wieder ein. Sie ritten nun noch ein Stündchen miteinander und kamen schweigend in ihrem Dorfe an, und keiner konnte ein Wort sprechen. Die Pferde waren aber schneeweiß von Schaum, so hatten sie sich abgelaufen und abgeängstigt. Dem Bauer war auch ungefähr so zumute gewesen, als habe der Feind ihn schon beim Schopf erfaßt gehabt. Es brach der helle, lichte Morgen an, als sie zu Hause kamen. Sie wollten nun sehen, was jener gefangen habe, denn seine Taschen hingen ihm schwer genug hinab, so schwer, als seien sie voll der gewichtigsten Dukaten. Er langte hinein, aber au weh! er brachte nichts als tote Mäuse an den Tag. Die andern beiden Bauern lachten und sprachen: "Da hast du deine ganze Teufelsbescherung! Die war der Angst wahrhaftig nicht wert!" Vor den Mäusen aber schauderten sie zusammen, versprachen ihrem Gesellen jedoch, keinem Menschen ein Sterbenswort von dem Abenteuer zu sagen.
Im Irenlande lebte vor langer Zeit ein König von wilder Sinnesart, Hagen mit Namen. Er lachte nur dazu, wenn man ihn »Walant« nannte, den Teufel unter den Königen. Er war stärker als andere Männer und von so hohem Wuchs, daß sein dunkler Scheitel sich über die lichten Häupter seiner Mannen erhob wie ein Dornbusch über Weizenfelder.Die fahrenden Spielleute sangen, Hagen Walants Wildheit stamme daher, daß er als Knabe von dem Vogel Greif geraubt worden sei und sich auf einer wüsten Insel seines jungen Lebens bitter habe wehren müssen. Und auch davon sangen die Fahrenden, daß er von der Greifeninsel seine schöne Königin heimgebracht habe. Nun aber waren das alte Mären, denn die Königin von Irenland führte Hagens Tochter an der Hand, die schöner war, als sie selbst es jemals gewesen. Es lag wie Zauber auf Jungfrau Hildens Gesicht, und mancher edle König, der sie gesehen, hatte seine Brautwerber nach ihr gesandt. Aber die mit Prunk und Trompetenschmettern in den Schloßhof von Baijane geritten waren, die fanden in hänfenen Schlingen ein übles Ende.Zwanzig Boten und mehr ließ Hagen Walant so hängen, sandte den Strick ihren Herren und ließ ihnen melden: Er gebe sein Kind keinem, der nicht ein größerer König sei als er selber.Indessen flog ¿ wie die Schwalbe im Frühjahr fliegt ¿ das Lied über die Lande von der schönen Jungfrau Hilde, die in ihres Vaters arger Hut saß, nicht anders, als ihre Mutter vom Greifen gehütet worden war. Das Lied kam bis ins ferne Dänenland, wo Herr Horand lebte, der dem König Hettel von Hegelingen lehenspflichtig war. Horand war jung und wohlgetan und erfahren in den Waffentaten edler Ritterschaft. Als Sänger aber hatte er nicht seinesgleichen in allen Landen.
Großer Flur im HerrenhauS. Zwei Thüren rechts und eine Thunk Iinks führen zu den verschiedenen Zimmern. In der Mittte der Rüdwand Befinden sich zwei Glasthüren, durch die man über eine Breite Freitreppe in den Blumengarten hinab gelangt. Die beiden Fenster rechts und links von dem Glasthüren gehen ebenfalls auf den Garten hinaus. Hohe altersbraune Gichenschränte, gefrönt von Delster Borzellanvasen, erheben sich an den Seitentwänden. Gin sich mit Bapieren, Zeitungen, Schreibzeug steht in der Mitte des FIurß, StühIe drum herum. Gin verbIichenes Kanapee an der Wand links vorn, ¿ der Raum ist schmudlos unb ernst, doch mit seinen weißen Gardinen und dem Blid auf den Garten nicht unsreundlich.¿ Es ist ein heiterer FrühIingstag, Mitte Juni. ¿ Die beiden Flügelthüren der Rüdwand sind weit geöffnet. Man sieht über BIumenbeete unb Rasenflächen, die weiter zurüd durch einen Bach begrenzt werden. Ueber den Bach führt ein schmaler Steg aus dem Garten nach einer jenseits angrenzenden Wiese, über die hinaus der BIid in die Weite, bis zu blauschimmernden sernen Hügelketten schweist.
Captän an Bord? frug am Morgen des 2. August ein sonngebräunter, breitschultriger ¿ Herr, muß ich sagen, denn er stack wenigstens in feinen Tuchkleidern, mit einem hohen schwarzen Seidenhut und feiner Wäsche. Seine breiten braunen Fäuste, die allen Glacéhandschuhen ingrimmig Trotz boten und ihrem Eigenthümer in jeder anderen Kleidung gewiß Ehre gemacht hätten, ließen aber weit sicherer auf einen Arbeitsmann als auf ein Mitglied der »höhern Classen« schließen, und doch schien er zu denen zu gehören, oder rechnete sich wenigstens selbst dazu.Der Fremde stand in einem der gewöhnlichen Bayboote von Sydney, und hatte die Fallreeps der herunterhängenden Schiffsleiter gefaßt, während er zu dem oben über Bord sehenden Steuermann des »Pelican«, der schon draußen in der Bay von Sydney lag und am nächsten Morgen unter Segel gehen wollte, hinaufrief.»Ay, ay, Sir«, lautete die seemännische Antwort; der Fremde sprang auf die Leiter und lief, nach einem paar mit den Bootsleuten gewechselten Worten, die ihr kleines Fahrzeug gleich darauf festmachten und seine Rückkehr zu erwarten schienen, an Deck.
(Vor den Mauern von Korinth. Links im Mittelgrunde ein Zeltaufgeschlagen. Im Hintergrunde das Meer, an dem sich auf einerLandspitze ein Teil der Stadt hinzieht. Früher Morgen noch vorTages Anbruch. Dunkel.)(Ein Sklave steht rechts im Vorgrunde in einer Grube, mit der Schaufel grabend und Erde auswerfend. Medea auf der andern Seite, vor ihr eine schwarze, seltsam mit Gold verzierte Kiste, in welche sie mancherlei Gerät während des Folgenden hineinlegt.)Medea.Bist du zu Ende?Sklave.Gleich, Gebieterin!(Gora tritt aus dem Zelte und bleibt in der Entfernung stehen.)Medea.Zuerst den Schleier und den Stab der Göttin;Ich werd euch nicht mehr brauchen, ruhet hier.Die Zeit der Nacht, der Zauber ist vorbei
" It seems rather of necessity than predilection in the sense of apologia that I should put on record in the first place a plain statement of my personal position, as one who for many years of literary life has been, subject to his spiritual and other limitations, an exponent of the higher mystic schools. It will be thought that I am acting strangely in concerning myself at this day with what appears at first sight and simply a well-known method of fortune telling. Now, the opinions of Mr. Smith, even in the literary reviews, are of no importance unless they happen to agree with our own, but in order to sanctify this doctrine we must take care that our opinions, and the subjects out of which they arise, are concerned only with the highest. Yet it is just this which may seem doubtful, in the present instance, not only to Mr. Smith, whom I respect within the proper measures of detachment, but to some of more real consequence, seeing that their dedications are mine. To these and to any I would say that after the most illuminated Frater Christian Rosy Cross had beheld the Chemical Marriage in the Secret Palace of Transmutation, his story breaks off abruptly, with an intimation that he expected next morning to be door-keeper. After the same manner, it happens more öen than might seem likely that those who have seen the King of Heaven through the most clearest veils of the sacraments are those who assume thereafter the humblest offices of all about the House of God. By such simple devices also are the Adepts and Great Masters in the secret orders distinguished from the cohort of Neophytes as servi servorum mysterii...."
" Many paths lead to the mountain-top, and many and diverse are the ritts in the Veil, through which glimpses may be obtained of the secret things of the Universe. The Abbé Louis Constant, better known by his nom de plume of ÉLIPHAS LÉVI, was doubtless a seer; but, though his studies were by no means confined to this, he saw only through the medium of the kabala, the perfect sense of which is, now-a-days, hidden from all mere kabalists, and his visions were consequently always imperfect and often much distorted and confused. Moreover, he was for a considerable portion of his career a Roman Catholic priest, and as such had to keep terms, to a certain extent, with his church, and even later, when he was unfrocked, he hesitated to shock the prejudices of the public, and never succeeded in even wholly freeing himself from the bias of his early clerical training. Consequently he not only erred at times in good faith, not only constantly wrote ambiguously to avoid a direct collision with his ecclesiastical chiefs or current creeds, but he not unfrequently put forward Dogmas, which, taken in their obvious straightforward meanings, he certainly did not believe--nay, I may say, certainly knew to be false..."
Texte intégral. Cet ouvrage s¿inscrit dans un projet de sauvegarde et de valorisation de bibliothèques et de fonds patrimoniaux anciens, rares ou oubliés, appartenant à la littérature des 19e et 20e siècles. Une collection de grands classiques, d¿écrits pour le théâtre, de poésie, mais aussi des livres d¿histoire, de philosophie ou d¿économie, de récits de voyage ou de livres pour la jeunesse à re-découvrir via les librairies en ligne ou à lire sur papier avec une mise en page étudiée pour favoriser le confort de lecture.
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The Prophecies of Paracelsus attracted my attention at an early stage of my studies in the Occult, which have now extended to over forty years, but I have only recently thought of bringing them to public notice, the extraordinary events of the present time acting as an incentive. The famous French Kabbalist, Alphonse Louis Constant, in La Clef des Grands Mystères, p. 378, wrote:'The Prophecy of Paracelsus, of which we here give the Preface, is composed of thirty-two chapters with allegorical figures. 'It is the most astounding monument and indisputable proof of the reality and existence of the gift of natural prophecy.' Abbé Constant (born 1809, died 1875), better known by his Hebraistic pseudonym, Eliphas Lévi Fahed, was a distinguished Adept, Magus, and Writer on the Occult. Most of his works have been ably translated by Mr. A. E. Waite. The Preface Eliphas Lévi refers to is not given here, but will be found preceding the Predictions.
Emma vit avec son père, un vieil homme veuf et malade. Elle est belle intelligente et riche. Avec le mariage de sa gouvernante qui la quitte, Emma décide de s'occuper du mariage de nombre de ses relations. Sûre d'elle, elle est persuadée d'avoir les talents pour cette activité. Mais son inexpérience de l'amour et des gens, ses propres erreurs de jugement sur ses émotions amoureuses, lui valent bien des surprises et déceptions. Ce roman décrivant la vie et les moeurs des jeunes femmes provinciales de la classe moyenne est souvent considéré comme le roman le plus abouti de Jane Austen.
Un jeune officier de marine, le lieutenant Jim, embarque comme second à bord d'un vieux cargo «bon pour la ferraille», le Patna, pour convoyer un groupe de pèlerins vers La Mecque. Dans le brouillard, le Patna heurte une épave. En inspectant la coque, Jim découvre un début de voie d'eau. Pris par la peur, Le capitaine et Jim abandonnent le navire et ses passagers. Mais le Patna ne coule pas... L'attitude de Jim a déclenché un scandale et il est radié à vie. Rongé par le remords, lui qui ne rêvait que de gloire et d'honneur, erre dans les ports, acceptant les travaux les plus humiliants. Une seconde chance lui est cependant offerte par le négociant Stein qui lui confie une mission en Malaisie...
Robinson Crusoé est un roman d'aventures anglais de Daniel Defoe, publié en 1719. L'histoire s'inspire très librement de la vie d'Alexandre Selkirk. Écrit à la première personne, l'intrigue principale du roman se déroule sur une île déserte à l'embouchure de l'Orénoque, près des côtes vénézuéliennes, où Robinson, après avoir fait naufrage, vécut pendant 28 ans. Durant son séjour, il fit connaissance d'un « sauvage » qu'il nomma Vendredi. Les deux compagnons vécurent ensemble pendant plusieurs années avant de pouvoir quitter l'île.Le romanC'est un des premiers romans d'aventures, voire le premier, écrit en anglais. Il connut un grand succès à sa parution. Certains, comme Jean-Jacques Rousseau, le considérèrent comme un livre d'éducation2. Il reste aujourd'hui un grand classique de la littérature.Titre completLe titre complet, traduit en français, de l'ouvrage est « La Vie et les aventures étranges et surprenantes de Robinson Crusoé de York, marin, qui vécut 28 ans sur une île déserte sur la côte de l'Amérique, près de l'embouchure du grand fleuve Orénoque, à la suite d'un naufrage où tous périrent à l'exception de lui-même, et comment il fut délivré d'une manière tout aussi étrange par des pirates. Écrit par lui-même ».
Texte intégral. Cet ouvrage s¿inscrit dans un projet de sauvegarde et de valorisation de bibliothèques et de fonds patrimoniaux anciens, rares ou oubliés, appartenant à la littérature des 19e et 20e siècles. Une collection de grands classiques, d¿écrits pour le théâtre, de poésie, mais aussi des livres d¿histoire, de philosophie ou d¿économie, de récits de voyage ou de livres pour la jeunesse à re-découvrir via les librairies en ligne ou à lire sur papier avec une mise en page étudiée pour favoriser le confort de lecture.
Jean Valjean, Cosette, les Thénardier, Gavroche, ou encore Javert sont autant de noms qui résonnent au-delà de l'histoire qui les a fait naître. Ces misérables sont décrits à la fois comme des archétypes du genre humain, mais aussi comme les produits d'une société génératrice de pauvreté, d ignorance et désespoir.Marius est le troisième tome des Misérables. Ici se dessinent la misère de Paris, décrite avec tendresse à travers la figure de Gavroche, et le souffle de la révolution qui anime les jeunes gens de la capitale. Marius, petit-fils de royaliste et fils de Bonapartiste, c est Victor Hugo lui-même lorsqu'il avait dix-sept ans.
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