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Johann Sebastian Bach errichtete aus schwingender Luft den weltumfassenden unsichtbaren Gottesstaat und ging bei Lebzeiten in ihn ein wie der chinesische Maler der Legende in sein Bild. Betrachten wir die trotz der dreißig Bachjahrbücher, trotz Spitta, Schweitzer, Pirro, Terry spärlichen Nachrichten von seinem irdischen Wandel und verbinden Früheres mit Späterem, so bemerken wir überall den gleichen Zug und Sog. Es ist, als ob der apokalyptische Richter eine große Waage in der Hand hielte, auf deren eine Schale das Sichtbare, auf deren andere Schale das Unsichtbare gelegt wäre. Anfangs zieht das sichtbare Gewicht seine Schale tief hinab, dann steigt sie auf, obwohl ihre Last nicht vermindert wurde, und die andere, die scheinbar nichts zu tragen hat, sinkt immer schwerer nieder.
FERDINAND. Ich lerne meine Frau Muhme immer besser kennen. Es würde ein sehr mittelmäßiges Glück für Herrn Simonen sein, wenn er mit seiner künftigen Frau Schwiegermutter in einem Haus wohnen sollte. Sie würde ihn entweder bald aus dem Hause oder bald ins Grab beten. Überhaupt geht sie mit ihm und mit mir sehr wunderbar um. Sie hat verlangt, daß wir zu ihr kommen und das Jawort wegen der Heirat mit ihrer Jungfer Tochter abholen sollen. Wir sind von Berlin hieher gereiset. Wir sind schon vier Tage hier. Und alle Tage hat sich ein Hindernis finden müssen, dem Herrn Simon das versprochene Ja zu erteilen. Morgen müssen wir wieder fort. Und der heutige Tag ist endlich zu der Versprechung angesetzt. Gleichwohl sehe ich noch wenig Anstalt dazu.LORCHEN. Gedulden Sie sich nur bis um vier Uhr, wenn ich bitten darf. Eher nimmt die Frau Richardin keinen Besuch an. Und eher sie sich in ihrer Nachmittagsandacht stören läßt, eher läßt sie Herrn Simonen und zehn andre Freier wieder fortreisen.FERDINAND. Ich weiß wohl, daß wir erst um vier Uhr herbestellt sind. Allein ich habe noch verschiedenes wegen der Aussteuer mit meiner Frau Muhme auszumachen, und solche Sachen muß man vor dem Jaworte in Richtigkeit bringen. Haben Sie also die Güte und lassen Sie mich melden.
Passen Sie auf, Mister Eyth, wenn ich Ihnen die Geschichte noch nicht erzählt haben sollte: Vor drei Jahren begegnete mir im Broadway in New York ein junger Engländer, frisch und grün, wie sie die Alte Welt manchmal noch liefert. Er hatte schon drei Wochen in der Metropole der Neuen verbummelt und darüber nachgedacht, wie er es angreifen könne, sein Glück zu machen, und hatte sogar mich darüber befragt, obgleich ich damals so wenig wie jetzt danach aussah, als ob ich das Problem gelöst hätte. Ein Bürschchen aus guter Familie, dem seine Mama tausend Pfund in die Tasche gesteckt hatte, um ihm den Anfang zu erleichtern. Er strahlte vor Vergnügen, als ich ihn zum zweitenmal sah. Er hatte einen entfernten Vetter gefunden, der Amerika seit fünfundzwanzig Jahren kannte und schon ein halber Yankee geworden sein mußte, scharf und hell wie ein Eingeborener. Sie wollten sich assoziieren, ein Agenturgeschäft gründen, Zucker, Baumwolle, Tabak verkaufen ¿ was weiß ich! Mein Engländer hatte das Geld, der entfernte Vetter die Erfahrung. Das mußte gehen! In fünf Jahren konnten sie Millionen verdient haben! ¿ Zwei Jahre darauf begegnete ich ihm wieder, fast am gleichen Fleck; aber er war traurig. ¿Nun, wie geht's mit der Agentur?¿ frage ich. ¿ ¿Mittelmäßig¿, sagt er zögernd. ¿ ¿Was!¿ rufe ich, ¿Ihr Vetter mit der Erfahrung und Sie mit dem Geld ¿ das mußte ja gehen!¿ ¿ ¿Wir haben uns gestern getrennt, mein Partner und ich¿, ¿ erklärte er seufzend. ¿Jetzt hat er das Geld und ich die Erfahrung!¿ ¿ Passen Sie auf, Mister Eyth, daß ich mit Ihnen in kurzer Zeit nicht etwas Ähnliches erlebe. Seit dem Krieg sind wir alle zweimal so scharf geworden als vor fünf Jahren.«
Von meinem Zimmer aus konnte ich in den Vollbeckschen Garten sehen, weil die Rückseite unseres Hauses gegen die Korngasse hinausging. Wenn ich nachmittags meine Schulaufgaben machte, sah ich Herrn Rat Vollbeck mit seiner Frau beim Kaffee sitzen, und ich hörte fast jedes Wort, das sie sprachen. Er fragte immer: »Wo ist denn nur unser Gretchen so lange?« und sie antwortete alle Tage: »Ach Gott, das arme Kind studiert wieder einmal.« Ich hatte damals, wie heute, kein Verständnis dafür, daß ein Mensch gerne studiert und sich dadurch vom Kaffeetrinken oder irgend etwas anderem abhalten lassen kann. Dennoch machte es einen großen Eindruck auf mich, obwohl ich dies nie eingestand. Wir sprachen im Gymnasium öfters von Gretchen Vollbeck, und ich verteidigte sie nie, wenn einer erklärte, sie sei eine ekelhafte Gans, die sich bloß gescheit mache.
Die Anordnung der Szenen, die ich, der Raum-Ersparnis wegen, in dem gedruckten Manuskript nicht angeben konnte, habe ich den verehrlichen Bühnen-Direktionen überlassen zu dürfen geglaubt. Das Kostüm und anderes der Art vorzuschreiben, habe ich ebensowenig notwendig finden können; daß hier nur die freie orientalische Bekleidung und Dekorierung am Platz ist, und daß Assyrier und Ebräer durch ihre Tracht auf eine leicht in die Augen fallende Weise unterschieden werden müssen, versteht sich von selbst; im übrigen halte ich dafür, daß zu große Treue und Ängstlichkeit in solchen Dingen die Illusion eher stört, als befördert, indem die Aufmerksamkeit dadurch auf fremdartige Gegenstände geleitet und von der Hauptsache abgezogen wird. Besonders bei dem vorliegenden Drama mögte dies der Fall sein. Es ist keine von den Wachskerzen, welche die Poeten zuweilen anzünden, um irgend einen Vorgang, oder einen historischen Charakter, der ihnen dunkel scheint, um nichts und wieder nichts zu beleuchten. Die Poesie hat, der Geschichte gegenüber, eine andere Aufgabe, als die der Gräberverzierung und der Transfiguration; sie soll ihre Kraft nicht an Kupferstiche und Vignetten vergeuden, sie soll das Zeitliche nicht ewig machen, das uns völlig Abgestorbene nicht durch das Medium der Form in ein gespenstisches Leben zurück galvanisieren wollen. Nicht wegen ihrer Seufzer und ihres Jammers soll uns der Dichter die neronischen Menschenfackeln früherer Jahrhunderte, die ein grausamer Blitz des Schicksals in Brand steckte, vorführen; nur wegen des düsterroten Lichts, womit sie ein Labyrinth, in das sich auch unser Fuß hineinverirren könnte, erhellten. Das Faktum, daß ein verschlagenes Weib vor Zeiten einem Helden den Kopf abschlug, ließ mich gleichgültig, ja, es empörte mich in der Art, wie die Bibel es zum Teil erzählt. Aber ich wollte in Bezug auf den zwischen den Geschlechtern anhängigen großen Prozeß den Unterschied zwischen dem echten, ursprünglichen Handeln und dem bloßen Sich-Selbst-Herausfordern in einem Bilde zeichnen, und jene alte Fabel, die ich fast vergessen hatte und die mir in der Münchner Galerie vor einem Gemälde des Giulio Romano einmal an einem trüben Novembermorgen wieder lebendig wurde, bot sich mir als Anlehnungspunkt dar. Auch reizte mich nebenbei im Holofernes die Darstellung einer jener ungeheuerlichen Individualitäten, die, weil die Zivilisation die Nabelschnur, wodurch sie mit der Natur zusammenhingen, noch nicht durchschnitten hatte, sich mit dem All fast noch als eins fühlten, und, aus einem dumpfen Polytheismus in die frevelhafteste Ausschweifung des Monotheismus stürzend, jeden ihrer Gedanken ihrem Selbst als Zuwachs vindizierten und alles, was sie ahnten, zu sein glaubten. Diese paar Bemerkungen über das, was ich beabsichtigte, schienen mir als Fingerzeige für die Aufführung nicht überflüssig, deshalb hielt ich sie nicht zurück.
Es werd in der Weld viel Spas jetzt gemacht, Drum war ich, Ihr Leut, uf aach ähn bedacht, Er kimmt net von Minche, net von Berlin, Aach net von Leipzig, net emol von Wien; Bei uns in Frankfort, do is er geheckt, Drum glab ich, Ihr Borjer, daß er Eich schmeckt. Spas versteht er, des wähs ich recht gut; Lacht iwer mein, er mecht kän behs Blut. Es sagt schond e Remer vor Dausend Jahr, ridendo castigat mores Des häßt uf Deitsch ganz sonneklar: Lacht net blos, denkt ach iwer den Zores. Drum hoff ich net, daß äner iwel nimmt, Wann im Komedi zum Vorschein er kimmt:Offezier, Ferschte, Kaiser un Judde, Derke, Heide, Kabbezinerkutte Korzum des ganze menschliche Lewe, Muß Stoff un Nahrung dem Lustspiel ja gewe. Seegt äner er hätt sein Sach net doher, Se sagt em, daß er e Lijener wehr; Des W a h r e scheppt jeder aus der Natur, Er gibt em dann noch e anner Muntur, Seegt er dann er hets selbersch erdacht, Glabts net, er hot wos weiß Eich gemacht, Kän Dichter dicht so aus dem Kopp eraus, Wann was Lewendiges er will schaffe, Unner die Mensche muß er enaus, Dann schafft er aach Mensche kän Affe. Derft mer net mehr die Mensche kopire, Was blieb dann noch iwrig uffzefihre? Langweilig mißts ums Theater stehn; Mer mißt dann ins Hundskomedi gehn.
In Lille. Marie. Charlotte.Marie (mit untergestÜtztem Kopf einen Brief schreibend). Schwester, weißt du nicht, wie schreibt man Madam, M a ma, t a m m tamm, m e me.Charlotte (sitzt und spinnt). So 'st recht.Marie. HÖr, ich will dir vorlesen, ob's so angeht, wie ich schreibe: "Meine liebe Matamm! Wir sein gottlob glücklich in Lille arriviert", ist's so recht arriviert, a r ar, r i e w wiert?Charlotte. So 'st recht.Marie. "Wir wissen nicht, womit die Gütigkeit nur verdient haben, womit uns überschüttet, wünschte nur imstand zu sein"¿ist so recht?Charlotte. So lies doch, bis der Verstand aus ist.Marie. Ihro alle die Politessen und Höflichkeit wiederzuerstatten. Weil aber es noch nicht in unsern KrÄften steht, als bitten um fernere Continuation.Charlotte. Bitten wir um fernere. Marie. Laß doch sein, was fällst du mir in die Rede. Charlotte. Wir bitten um fernere Continuation.Marie. Ei, was redst du doch, der Papa schreibt ja auch so. (Macht alles geschwind wieder zu, und will den Brief versiegeln.)Charlotte. Nu, so les' Sie doch aus.Marie. Das übrige geht dich nichts an. Sie will allesfort klüger sein, als der Papa; letzthin sagte der Papa auch, es wäre nicht höflich, wenn man immer wir schriebe, und ich und so dergleichen. (Siegelt zu.) Da Steffen (gibt ihm Geld) tragt den Brief auf die Post.Charlotte. Sie wollt' mir den Schluß nicht vorlesen, gewiß hat Sie da was Schönes vor den Herrn Stolzius.Marie. Das geht dich nichts an.Charlotte. Nu seht doch, bin ich denn schon schalu darüber gewesen? Ich hätt' ja ebensogut schreiben können, als du, aber ich habe dir das Vergnügen nicht berauben wollen, deine Hand zur Schau zu stellen.Marie. Hör, Lotte, laß mich zufrieden mit dem Stolzius, ich sag dir's, oder ich geh gleich herunter, und klag's dem Papa.
Er ist der Sohn der schönen Fürstin von Ascoli. Sein Vater war irgend ein Abenteurer, er nannte sich damals Marquis Pemba. Aber die Fürstin liebt gerade diesen Sohn. Er erinnert sie an einen Garten, an Venedig und an einen Tag, da sie schöner war als sonst. Darum soll dieser Sohn das Leben haben und einen Namen: Marchese von Villavenetia. Der Marchese von Villavenetia. Der Marchese ist ein schlechter Schüler. Er liebt, den Falken auf der Hand zu fühlen. Sein Lehrer sagt ihm einmal (und der Lehrer weiß nicht viel von der Jagd): »Wie, wenn der Falke einmal nicht wiederkehrt?« »Dann, dann - « sagt der Zögling sehr erregt - »dann werd ich selbst Flügel spüren.« Und er wird ganz rot, als ob er sich verraten hätte. Später, um sein fünfzehntes Jahr, wird er eine Weile still und fleißig. Er liebt die schöne Herzogin Julia von Este. Ein Jahr lang liebt er sie so, - dann geht er und befriedigt sich bei einer blonden Magd - und hat die Liebe vergessen. jetzt beginnen rasche, rauschende Tage.
Mein Lied beschreibt den Stern, der weit von unsern Kreisen, Nur selten sich uns naht, uns Kopf und Schweif zu weisen; Und wenn er sich so tief in unsre Welt verirrt, Des Weisen Neugier reizt, des Pöbels Schrecken wird. O möchte mir davon ein solches Werk gelingen! Wie, wenn es Opitz wagt, Vesuvens Brand zu singen, Und durch sein Beyspiel zeigt, auch so ein Vers sey schön, Der nur Gelehrte reizt, den Kinder nicht verstehn. Das Volk, dem die Natur das Haupt umsonst erhöhet, Das stets den trägen Blick zur niedern Erde drehet, Vergißt sich doch manchmal, und sieht den Himmel an, Wenn seine Schläfrigkeit was Neues reizen kann: Bald, wenn es dunkle Nacht am heitern Mittag schrecket, Da uns der schwarze Mond das Sonnenlicht verdecket; Bald, wenn bey Phöbus Glanz, da jeder Stern vergeht, Mit kühnem Schimmer noch die lichte Venus steht; Bald, wenn gebrochnes Licht, das durch die Dünste strahlet, Der Einfalt Sarg und Schwerdt und Todtenköpfe malet. Doch kann wohl nichts so sehr der Dummheit furchtbar seyn, Als Sterne, die um sich die blassen Haare streun, Und wo man sie erblickt, auf schreckensvollen Schweifen, Krieg, Pest, des Fürsten Tod, und Hunger nach sich schleifen. O hätte diese Furcht den Pöbel nur gequält, Wo Fleiß und Unterricht dem blöden Geiste fehlt! Wie aber, daß darin ihn Männer selbst bestärkten, Die auf des Himmels Lauf geschickt und ämsig merkten? So viel kann Vorurtheil, von Andacht unterstützt! Der Gottheit Rachschwerdt droht, wenn ein Komete blitzt; Dies glaubt man, und genug, daß vor dem Wunderzeichen Die Kenner der Natur, wie dummes Volk, erbleichen.
Ich wage am Ende meines Lebens mich noch zu einer Frage zu äußern, die lange Jahre mein Denken beschäftigt hat, an der aber die meisten scheu vorübergehen, weil sie als heikel und ihre Lösung als schwierig empfunden wird, so daß nicht mit Unrecht gesagt werden konnte, es handle sich hier »um einen starren Punkt in unseren moralischen und sozialen Anschauungen«.Sie geht dahin: s o l l d i e u n v e r b o t e n e L e b e n s v e r n i c h t u n g , w i e n a c h h e u t i g e m R e c h t e ¿ v o m N o t s t a n d a b g e s e h e n ¿ , a u f d i e S e l b s t t ö t u n g d e s M e n s c h e n b e s c h r ä n k t b l e i b e n , o d e r s o l l s i e e i n e g e s e t z l i c h e E r w e i t e r u n g a u f T ö t u n g e n v o n N e b e n m e n s c h e n e r f a h r e n u n d i n w e l c h e m U m f a n g e ?Ihre Behandlung führt uns von Fallgruppe zu Fallgruppe, deren Lage jeden von uns aufs tiefste erschüttert. Um so notwendiger ist es, nicht dem Affekt, andererseits nicht der übertriebenen Bedenklichkeit das entscheidende Wort zu überlassen, sondern es auf Grund bedächtiger rechtlicher Erwägung der Gründe für und der Bedenken gegen die Bejahung der Frage zu finden. Nur auf solch fester Grundlage kann weiter gebaut werden.Ich lege demnach auf strenge juristische Behandlung das größte Gewicht. Gerade deshalb kann den festen Ausgangspunkt für uns nur das geltende Recht bilden: wieweit ist denn heute ¿ wieder vom Notstande abgesehen ¿ die Tötung der Menschen f r e i g e g e b e n , und was muß denn darunter verstanden werden? Den Gegensatz der »Freigabe« bildet die Anerkennung vonT ö t u n g s r e c h t e n .Diese bleiben hier vollständig außer Betracht.
Monelle traf mich auf der Heide, wo ich irrte, und nahm mich bei der Hand. Sei nicht erstaunt, sagte sie, ich bin es und ich bin es nicht; du wirst mich noch einmal wiederfinden und du wirst mich verlieren; Noch einmal komme ich zu euch; denn wenige Männer haben mich gesehen und keiner hat mich verstanden; Und du wirst mich vergessen und wirst mich wiedererkennen und wirst mich vergessen.Und Monelle sprach weiter: Ich will zu dir von kleinen Prostituierten reden, und du wirst den Anfang wissen.Bonaparte der Schlächter traf mit achtzehn Jahren unter den eisernen Toren des Palais-Royal eine kleine Prostituierte. Sie war ganz bleich und zitterte vor Kälte. Aber »man muß leben«, sagte sie ihm. Weder du noch ich kennen den Namen dieser Kleinen, die Bonaparte in einer Novembernacht auf sein Zimmer in Cherbourg nahm. Sie war aus Nantes in der Bretagne. Sie war schwach und müde, und ihr Geliebter hatte sie verlassen. Sie war einfach und gut; ihre Stimme hatte einen sehr weichen Klang. Bonaparte erinnerte sich an alles das. Und ich denke, daß ihn später die Erinnerung an ihre Stimme zu Tränen bewegt hat, und daß er sie lange gesucht hat, ohne sie zu finden, an den Winterabenden.
L'action se déroule, il y a 6000 ans en Suisse, entre les cités lacustres et les montagnes propices à l'élevage. Les thèmes du roman sont celui de la guerre entre les peuples, guerre provoquée par la haine stupide, qui l'emporte sur la raison, et celui de l'amour entre des êtres de peuples différents. Ce roman baptisé « roman lacustre » est considéré comme un roman préhistorique, même si les thèmes développés le rapprochent plus du récit antique.
Dans ces historiettes, Jules Renard nous livre des portraits incisifs et pleins d'humour, dominés par l'ironie du désespoir, à travers les sujets chers à l'auteur: la nature, les scènes de chasse, le poète et ses hésitations, la petitesse des sentiments bourgeois, la cruauté de l'homme, la tendresse également. Avec cet art de la précision, Jules Renard nous plonge dans des mondes clos, où les sentiments et relations humaines percent au détour de quelques mots, transperce le quotidien.
Situées en des temps et lieux aussi divers que l'époque du quaternaire et un avenir lointain, en Amérique, à Tahiti ou au Mexique, ces huit nouvelles portent l'écho d'une seule et même plainte. Celle de l'homme écrasé par un système économique implacable. «La force des forts»: Aux temps préhistoriques, le vieux Barbeenlong décrit à ses petitsfils l'évolution qui a conduit le clan des Mangeursdepoissons de l'organisation individuelle de chaque famille, ce qui permettait aux Mangeursdeviande de les massacrer, à une société de plus en plus organisée. Mais ceci n'est pas allé sans abus. «Le chinago»: Dans une plantation de coton de Tahiti un coolie chinois en tue un autre. Le contremaître réussit à en coincer quatre qui étaient présents mais parmi le coupable ne se trouve pas parmi eux et n'est pas dénoncé par les autres. Parmi ces quatre coolies: AhChow est condamné à être guillotiné, AhCho est condamné à 20 ans de bagne. Vu la ressemblance des noms, n'y atil pas des risques d'erreur dans l'application des peines ? «Une tranche de bifteck»: Tom King est un boxeur en fin de carrière. Il n'a plus d'argent, on ne lui fait plus crédit. Lui et sa famille n'ont plus grand chose à manger. Avant d'aller à ce qui pourrait être son dernier combat contre un jeune adversaire plein de fougue et de vitalité, King ne rêve qu'à la tranche de bifteck qu'il n'a pu acheter. Commence alors un combat au cours duquel Tom va mettre en oeuvre toute la science accumulée au cours des vingt années précédentes.
Texte intégral. Cet ouvrage s¿inscrit dans un projet de sauvegarde et de valorisation de bibliothèques et de fonds patrimoniaux anciens, rares ou oubliés, appartenant à la littérature des 19e et 20e siècles. Une collection de grands classiques, d¿écrits pour le théâtre, de poésie, mais aussi des livres d¿histoire, de philosophie ou d¿économie, de récits de voyage ou de livres pour la jeunesse à re-découvrir via les librairies en ligne ou à lire sur papier avec une mise en page étudiée pour favoriser le confort de lecture.
Moins connus que les fables, ces contes vous enchanteront. Précision importante: Ces contes ne sont pas à destination des enfants. Plutôt licencieux, même si écrits en langage très châtié, le public visé est clairement adulte...
Le roman commence par une discussion entre deux associés, David Golder, 68 ans, et Marcus, dans laquelle on perçoit l'âpreté des enjeux capitalistes. David, riche, et juif (comme l'auteur), nous est décrit comme un être rapace et implacable. Il met fin à son association avec Marcus et, au matin, il apprend son suicide. Après l'enterrement, il rejoint sa femme et sa fille à Biarritz, toutes deux écervelées, oisives et dépensières, ne pensant qu'à tirer de l'argent de Golder. Harassé de fatigue, ce dernier est victime d'une deuxième crise d'angine de poitrine... L'auteur, dans ce roman et dans d'autres, n'est pas tendre dans son portait du «juif affairiste», et il est parfois difficile de se rappeler qu'elle est morte à Auschwitz, en 1942. Cet antisémitisme latent, caractéristique d'une époque mais plus étonnant au cas présent, a fait l'objet de de divers études, polémiques et commentaires (voir par exemple l'article qui lui est consacré sur Wikipedia).
L'auteur nous conte la destinée tragique de Berthe, fille unique de M. Danglade, escroc d'Haut vol qui se cache aussi sous le nom de M. de l'Étiolle. Après avoir mené une vie pauvre et solitaire, elle connaîtra les joies d'une vie entourée de toutes les délices que peut donner l'opulence. Mais l'inévitable se produira... À l'opposé de son père, elle saura, en toutes circonstances, garder une attitude d'une intransigeante honnêteté.
1866. Traduction de L. Golschmann (1895). Le tableau du développement intellectuel et musical d¿un enfant aveugle. Un récit d¿une grande beauté qui est en même temps une illustration des convictions humanistes de Korolenko. Ce roman de Vladimir Korolenko plonge dans la société rurale de la Petite-Russie au début du siècle dernier.Pierre est né aveugle. Sa famille l'accueille comme tous les enfants qu'elle a déjà accueillis. Son éducation va lui apprendre les choses de la vie qui lui sont hélas inaccessibles, les couleurs par exemple, c'est la musique qui le guidera.L¿analogie sons couleurs revient souvent dans son discours (on pense aux Correspondances de Baudelaire) et les pages sur la sensibilité du jeune aveugle à la musique abondent.
L'Arrabbiata L'Arrabbiata, une jeune fille des environs de Naples, témoins des violences conjugales subies par sa mère, se détourne des hommes qui la courtisent. Jusqu'au jour où elle rencontre un jeune marin pêcheur aussi pauvre qu'elle... Le Gardevignes Dans les Alpes autrichiennes, sur fond de nondits familiaux, André, jeune homme, chargé de monter la gard'Autour des vignes de son village, n'a qu'une amie: sa soeur Moïdi. Mais estce bien sa soeur? Résurrection Eugène, jeune officier autrichien, hébergé dans un château du Tyrol non loin du lac de Garde pour y effectuer des relevés topographiques pour son régiment, tente en vain d'enlever la jeune épouse du vieux châtelain, la croyant délaissée.
Othello, un «noble Maure» tout juste marié à Desdémone, s'apprête à affronter les Turcs, à la tête de la flotte vénitienne. Par chance, les navires turcs ont été détruits par une tempête, et Othello est nommé gouverneur de Chypre. Iago, qui convoitait la place de second d'Othello, échue à Cassio, tient le Maure de Venise pour responsable et décide de se venger de lui. Il commence par évincer Cassio en l'enivrant et en déclenchant une émeute dont il rejète la faute sur le bras droit d'Othello, qui le répudie. Puis il va faire germer la jalousie dans l'esprit de son seigneur, en lui faisant croire que Desdémone le trompe avec Cassio...
La version de Goethe de cette éternelle épopée animale, parodie et satire du monde chevaleresque et courtois, de la vie féodale avec ses conflits et ses pratiques judiciaires, de la vie rurale. Cette oeuvre mettant en scène des animaux est prétexte à une subtile parodie du monde des humains. Le lecteur suit avec gourmandise les aventures de Renart dont la roublardise et la malignité sont devenus légendaires au grand dam de son pire ennemi, le loup Ysengrin.
Après la mort de Melchior et le départ de ses deux frères cadets, Christophe se retrouve seul avec sa mère et ils déménagent vers un appartement plus petit. Christophe fait de nouvelles rencontres et vit de nouvelles déceptions amoureuses...
En 1905, du fond de son pavillon des Batignolles, Gustave Le Rouge rêve et reprend le thème du «Tour du monde en 80 jours». Il met ici en scène un journaliste britannique sans scrupules, Timothée Framm qui, sans relâche, va se mettre en travers de la route d'un «gentil» planteur français, monsieur Dubreuil. Ce dernier monte une expédition, sur les conseils d'un grand lama tibétain, afin de partir à la recherche de sa fille aînée, Germaine, qui a été enlevée par de diaboliques bandits chinois. Cette extraordinaire chevauchée qui va traverser une partie de la Chine pour attendre les froids polaires du lointain Tibet entraîne de nos héros dans les aventures palpitantes... Amour, humour, aventure et trahison sont au rendezvous.
Rien ne devait rapprocher ces deux êtres: Goulven, le sombre Léonard et Adèle, la belle et insouciante Trégorroise. Et pourtant Goulven se prend d'un amour fou pour la jeune femme. Une passion maladive exacerbée par le cadre étouffant d'un phare, au large d'un CapSizun hostile, qui mènera à l'irréparable...Pressentant le drame mais maintenu en haleine par l'ingénieux agencement du texte ¿ un rapport, une confession ¿, le lecteur lève progressivement le voile sur un tableau atroce, où la psychologie des personnages pèse comme une fatalité.Un siècle après sa première parution, "Le Gardien du feu" reste étonnamment puissant et d'une remarquable justesse psychologique.
Un village de montagne ordinaire, quoiqüun peu reculé, dans le Valais suisse : de la vigne dans le bas de la commune, des pâturages sur le haut. Comme l¿écrit Marianne Ghirelli, « Le règne de l'esprit malin a pour sujet l'irruption d'un principe maléfique dans une communauté paysanne. Comme dans une vieille légende, ce principe perturbateur n'est personne d'autre que le Diable, qui revêt pour l'occasion la personnalité du cordonnier Branchu. Aveuglés par son pouvoir suborneur, les villageois ne reconnaissent pas le Malin. Il débauche ceux qui le suivent par les biens dont il les comble, tandis que les rares personnes qui lui résistent vivent dans une misère indicible. Les catastrophes, les crimes et les blasphèmes culminent par une horrible fête qui commence à l'auberge pour se continuer à l'église. Que Ramuz ait écrit ce roman d'une société archaïque, livrée violemment à la rage de la transgression et de la destruction, peu de temps avant la Première Guerre, semble une preuve impressionnante de son don de divination. »
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