Gjør som tusenvis av andre bokelskere
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Jugendliche, die sich von schulischer Bildung verabschieden, weil sie sich von den dortigen Lernformen und Strukturen nicht angesprochen fühlen. Viele lernen nicht einmal mehr die absoluten Grundlagen. Mit sozialen Problemen überfrachtete Lerngruppen in Kindertagesstätten und Schulen. Fachkräftemangel in pädagogischen Institutionen und in der Altenpflege. Entfremdung vieler Erwachsener im funktionalistischen Berufsleben. Fragmentierung der Gesellschaft. Soziale Isolierung der Einzelnen. Kompensatorisches Leben in digitalen Parallelwelten. Hätten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, auch für die das Steueraufkommen generierende Mittelschicht, im Sinne eines Anreizes zu unternehmerischem Handeln und zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, wandelten wir die Schulpflicht in eine selbstgestaltete Bildungspflicht um, und würde sich Deutschland zu einer vernünftigen Migrationspolitik durchringen, dann könnten sich die Menschen zusammentun und die leerstehenden Immobilien in Ostdeutschland kaufen und pulsierende handwerkliche, technische oder landwirtschaftliche Projekte daraus machen, auch in anderen Landesteilen und in den Städten. Jugendliche könnten sich von Projekt zu Projekt bewegen, auf Wanderschaft gehen, und selbstbestimmt lernen. Kinder würden mit mehreren Bezugspersonen, einer breiteren Palette an männlichen wie weiblichen Rollenmodellen sowie beruflichen Profilen aufwachsen, was ihrer Entwicklung zugute käme. Vieles machen die Menschen dann wieder selbst und helfen sich in den Gemeinschaften gegenseitig, von der Betreuung der Kleinkinder, über die pädagogische Arbeit mit älteren Kindern, parallel zu den weiterbestehenden aber zahlenmäßig weniger gewordenen Schulen und Tagesstätten, bis hin zur Integration und Pflege von alten Menschen. Berufsschulen und Universitäten könnten Aufnahmeprüfungen machen für diejenigen, die in eigener Regie in Projekten lernen. Viel Fahrtätigkeit würde entfallen, was auch dem Klima gut täte. Entschleunigung würde eintreten, die Menschen hätten mehr Zeit füreinander und wären gesünder. Was wir brauchen, ist eine andere Gesellschaftsstruktur und eine Philosophie, aus der heraus identitätsfördernde und sozialen Zusammenhalt schaffende Erzählungen neu entstehen. Dieser zweite Dokumentationsband zeigt, was der Stand ist, beim weiteren Ausbau eines in Anhalt gelegenen Dreiseitenhofes aus dem Jahre 1884 zur Denkfabrik und beim Herstellen von ersten kulturellen und pädagogischen Bezügen.
Politik und Gesellschaft sollten in den nächsten Jahren zwei bisher verschlossene Tore öffnen: Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle, gedacht als Basis und Motivation für aktives, unternehmerisches und sozial verantwortliches Handeln, und die Umwandlung der Schulpflicht in eine selbstgestaltete Bildungspflicht. Dann könnten sich Menschen zusammentun, leerstehende Höfe auf dem Land kaufen oder urbane Projekte gründen und diese zu Zentren eines anderen Lernens, Arbeitens und Lebens entwickeln, generationenübergreifend, nachhaltig, ganzheitlich, ökologisch, inklusiv, innovativ. Institutionalisierte Kindheiten würden der Vergangenheit angehören, Eltern könnten aus dem Hamsterrad der 9-5 Jobs aussteigen, in Teilzeit gehen, oder selbstständig als Freiberufler_innen arbeiten und sich selbst wechselweise im Rahmen der transformativen Community-Projekte um ihre Kinder kümmern, auch im pädagogischen Sinne. Jugendjahre könnten als selbstbestimmte Lehr- und Wanderjahre entworfen werden, die in verschiedenen Projekten verbracht werden. Die ja weiterbestehenden Schulen wären dann von Heranwachsenden entlastet, die mit dem dortigen kompetenzorientierten curricularen Lernen nicht zurechtkommen oder die dort aus anderen Gründen nicht sein wollen. Kinder und Jugendliche würden emotional und sozial gesünder aufwachsen. Berufsschulen und Universitäten könnten Aufnahmeprüfungen machen, auf die sich junge Menschen selbstständig vorbereiten. In den nächsten Jahren könnten zehntausende solcher Projekte in Deutschland entstehen, mit einer Vielfalt von Profilen, sicher auch mit staatlicher Aufsicht, damit in den Projekten demokratische Bedingungen gegeben sind. Aus der jetzigen Kontrollgesellschaft (Gilles Deleuze) würde so eine Zivilgesellschaft der Entrepreneur_innen. Der vorliegende Band dokumentiert die ersten kleinen Schritte in Richtung eines solchen Projekts auf einem Gehöft in Anhalt, Ostdeutschland, anhand von mehr als 400 Fotos und kurzen Beschreibungen. Es beginnt zunächst mit sehr grundlegenden, praktischen Dingen, mit dem Aufräumen, Sanieren und Planen, aber auch mit dem Herstellen von ersten pädagogischen, sozialen und kulturellen Bezügen, auch mit einer großen Wertschätzung der handwerklichen Arbeit, und mit Tomasz, dem Hirtenjungen aus den Beskiden.
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