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Minner

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  • av Hans Hoffmann
    289,-

    In früher Morgenstunde verließ ich die Stadt Korfu und wanderte hinaus in das von allen Göttern gesegnete, glanzumflossene Land; es war schon Sommer, und bald wurde die Hitze übergewaltig, mühsam wand ich mich seitwärts vom sonnigen Wege durch den Schatten der prachtvollen Oelwälder, deren Gleichen der Süden nicht wieder trägt, und gegen die Mittagsstunde machte ich völlige Rast bei einem Dorfe, an einer unter Reisenden berühmten Stelle, am Brunnen von Gasturi. Eine mächtige Platane, ein bewunderter Baum, breitet seine Aeste reichschattend über den Platz, wo das Wasser sprudelt, und weit dehnt sich hinter der offenen Schlucht, die ein Theil des Dorfes und Orangengärten füllen, das hügelige Land bis zu den kahlen Bergen, die den Blick mit kühnen und feinen Linien begrenzen. Hier warf ich mich nieder ins hohe Gras und träumte in die Landschaft hinaus. Die Sonne stand gerade über der Platane, die mich schützte, aber draußen wogte und zitterte die glühende Luft, und wie ein lebendiger Schleier wallte es weich über den mattgrünen Wäldern und über den grauen, in das Grün begrabenen Dörfern auf den Höhen; und dieser Schleier war aus Gold gewirkt, unendliche Ströme von Licht flutheten über die Erde, und dennoch standen Berge und Wald wie in dämmerndem Dunst verschwimmend vor den Augen, fast als läge Mondschein darüber. Es war so stumm im Lande wie in einsamer Mitternacht, gnädige Ruhe deckte das Leben, nicht Mensch noch Thier regte sich vor den Häusern, keines Vogels Ruf klang aus dem unbewegten Laub in das feierliche Schweigen. Mir schien, als flüsterten manchmal fast unhörbar warnend die leisen Meereslüfte den Blättern zu, wie sie vor Jahrtausenden zu dieser Stunde gethan: »Der große Pan schläft!«

  • av Franz Von Dingelstedt
    289,-

    Weib, gib mir Deckel, Spieß und Mantel, Der Dienst geht los, ich muß hinaus. Noch einen Schluck ... Adies Mariandel! Ich hüt' die Stadt, hüt' du das Haus! Nun schrei' ich wieder wie besessen, Was sie nicht zu verstehen wagen Und was sie alle Tag vergessen: Uht! Hört, Ihr Herrn, und laßt Euch sagen! Schnarcht ruhig fort in Euren Nestern Und habt auf mein Gekreisch nicht acht! Die Welt ist akkurat wie gestern, Die Nacht so schwarz wie alle Nacht. Auch welche Zeit, will Niemand wissen, 's gibt keine Zeit in unsren Tagen, Duckt Euch nur in die warmen Kissen, Die Glocke die hat nichts geschlagen!

  • av Andreas Gryphius
    289,-

    Die Ewigkeit verwirfft die Eitelkeit der Welt; vnd zeiget durch was Mittel die vnvergängliche Ehre zu erlangen. Demetrius vnd Procopius / welche in heimblichen Verstande mit der Königin Statt-Jungfer / werden durch selbte zu der Königin / durch die von zugerichtetem Weine eingeschläffete Wache geführet; entdecken selbiger den Zustand Georgiens / vnd versichern Sie gewisser Erledigung. Solche Unterhandelung wird gestöret durch unverhoffte Ankunfft deß Persischen Königes / welcher vmbsonst / der Königin Keuschheit zugesetzet. Das Gefangene Frauenzimmer beschleust / vnd beklaget mit einem Trauer-lide / deß Vaterlandes Vntergang.Chach Abas beklaget sich daß seine Liebe sonder Frucht. Wird abgefordert zu der Abschieds Verhör deß Gesandten auß Reussen / welcher in selbter den König vmb Erledigung der Catharine belanget / die jhm zwar versprochen / Chach Abas aber beklaget bald nach abtritt deß Gesandten / daß er zu vnbedachtsam in ihre Freyheit gewilliget. Die Abhandelung wird geschlossen von den Reyen der von Chach Abas ermordeten Fürsten.

  • av Albert Ludewig Grimm
    368,-

    Ich übergebe Euch hier eine Jugendschrift mit dem Wunsche, daß sie Euch willkommen seyn möge. Gleichwohl geschieht es mit einiger Verzagtheit, gleich dem Wanderer, der sicher nicht mit zuversichtlicher Ruhe einen Weg gehet, auf dem er so viele irre gegangen weiß, die vor ihm diese Strasse gewandelt. Möge ich wenigstens von der richtigen Strasse nicht zu ferne seyn, wie die Meisten, die sich mit der Jugendschriftstellerey befassen. Was man gewöhnlich gegen Kindermährchen sagt und sagen kann ¿ ich weiß es schon. Aber dennoch steht meine Ueberzeugung fest, daß die Jugend Mährchen haben m u ß . Mährchen-Poesie ist möchte ich sagen, die Poesie der Kindheit des poetischen Lebensalters. Das Interesse, das Kinder daran nehmen, ist mein Beweis dafür. Und ich möchte behaupten, daß ein Mährchen von dem Aschenpittchen, dem Lebkuchenhäuschen, dem Schneewittchen u.d. gl. eben so gut (wo nicht besser) in eine gute Erziehung eingreifet, als die hundert und aber hundert geglätteten Erzählungen von dem e i t e l n J u l c h e n , dem w i l d e n L o r c h e n , dem l e i c h t s i n n i g e n K a r l , dem g u t h e r z i g e n L o t t c h e n , und wie sie sonst betitelt seyn mögen.

  • av Josephine Siebe
    228,-

    ¿Bimmelimbim, hollahe, ich bin da!¿ so rief unverdrossen ein Mann, der vor einem kleinen, mit einem roten Vorhang verhüllten Kasperletheater stand. Das Budchen befand sich auf einem großen Platz, auf dem es noch viele andere Buden gab, denn in dem Städtchen Wutzelheim war Schützenfest; dazu waren Karussellmänner und Schaubudenleute von weither gekommen. Um das Kasperlebudchen herum drängten sich die Kinder. Es sollte, so wurde gesagt, ein besonders lustiges Kasperle sein, das da spielte, und das Zusehen war billig. Für einen Pfennig konnte man lange stehen, und manchmal konnte man sogar ausreißen, ohne den Pfennig zu bezahlen. Aber das taten nur wenige, die meisten gaben gewichtig ihren Pfennig hin, man mußte doch Kasperle belohnen. Immer wieder tönte das Bimmelimbim des Budenbesitzers, immer mehr Kinder liefen herzu. Endlich ging der rote Vorhang auf, und Kasperle steckte seine große, große Nase heraus und fragte: ¿Seid ihr alle da?¿ ¿Ja!¿ scholl es im Chor. ¿Hm!¿ Kasperle seufzte, schwang ein Beinchen über die Brüstung und fragte trübselig: ¿Ihr denkt nun wohl, ich werde kaspern?¿ ¿Ja,¿ schrien die Kinder, und ein paar Ungeduldige drängten: ¿Fang doch an, sonst müssen wir zum Abendbrot nach Hause!¿ Es war aber erst drei Uhr nachmittags, und das Kasperle lachte etwas. ¿Abwarten und Tee trinken!¿ rief es. ¿Erst muß ich euch eine Geschichte erzählen. Wollt ihr sie wissen?¿ ¿Ja, ja,¿ ertönte es von unten herauf.

  • av Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
    289,-

    Sollt' Anakreon itzt sterben, Und wir wären seine Erben: Gleim, der zweit' Anakreon, Trüge seine Leyer billig Vor uns übrigen davon. Seine Gabe zum Beneiden: Lebensweisheit einzukleiden In der Spiele leichte Tracht, Hat zu seinem Eigenthume Lichtwehr schon vorlängst gemacht. Seine Kunst, vergnügt zu scherzen, Aller Frauenzimmer-Herzen Sichre Ueberwinderin! Nähme wohl mit Fug und Rechte Unser Freund Jacobi hin! Sein geheimes Schmachten, Sehnen Und Frohlocken, erst der Schönen Hartes Herz, durch Amors Pfeil Zu verwunden, dann zu heilen, Würde dir, o Schmidt! zu Theil. Wein verließ er nicht, der Zecher! Aber seine Kränz' und Becher, Und den sorgenlosen Sinn Ihres vorigen Besitzers, Nähmest du, Michälis! hin. Alles wollt' ich gern Euch gönnen, Möcht' ich Eins nur erben können: ¿ Seine Taube wünscht' ich mir! Ach! mich liebt ein holdes Mädchen, Aber weit ist sie von hier. Und das Mädchen liebt die Tauben, Aber diese, sollt' ich glauben, Liebte sie vor allen wohl, Wenn sie käme, beide Krallen Von des Senders Briefen voll!

  • av Ernst Moritz Arndt
    289,-

    Drei Bauern kamen eine Herbstnacht oder vielmehr früh, als es mehr gegen den Morgen ging, von einer Hochzeit aus dem Kirchdorf Lancken geritten. Sie waren Nachbarn, die in einem Dorfe wohnten, und ritten des Weges miteinander nach Hause. Als sie nun aus einem Walde kamen, sahen sie an einem kleinen Busche auf dem Felde ein großes Feuer, das bald wie ein glühender Herd voll Kohlen glimmte, bald wieder in hellen Flammen aufloderte. Sie hielten still und verwunderten sich, was das sein möge, und meinten endlich, es seien wohl Hirten und Schäfer, die es gegen die Nachtkälte angezündet hätten. Da fiel ihnen aber wieder ein, daß es am Schlusse Novembers war, und daß in dieser Jahreszeit keine Hirten und Schäfer im Felde zu sein pflegen. Da sprach der jüngste von den dreien, ein frecher Gesell: "Nachbarn, hört! Da brennt unser Glück! Und seid still und lasset uns hinreiten und jeden seine Taschen mit Kohlen füllen; dann haben wir für all unser Leben genug und können den Grafen fragen, was er für sein Schloß haben will." Der älteste aber sprach: "Behüte Gott, daß ich in dieser späten Zeit aus dem Wege reiten sollte! Ich kenne den Reiter zu gut, der da ruft: Hoho! Hallo! Halt den Mittelweg!" Der zweite hatte auch keine Lust. Der jüngste aber ritt hin, und was sein Pferd auch schnob und sich wehrte und bäumte, er brachte es an das Feuer, sprang ab und füllte sich die Taschen mit Kohlen. Die andern beiden hatte die Angst ergriffen, und sie waren im sausenden Galopp davongejagt, und er ließ sie auch ausreißen und holte sie dicht vor Vilmnitz wieder ein. Sie ritten nun noch ein Stündchen miteinander und kamen schweigend in ihrem Dorfe an, und keiner konnte ein Wort sprechen. Die Pferde waren aber schneeweiß von Schaum, so hatten sie sich abgelaufen und abgeängstigt. Dem Bauer war auch ungefähr so zumute gewesen, als habe der Feind ihn schon beim Schopf erfaßt gehabt. Es brach der helle, lichte Morgen an, als sie zu Hause kamen. Sie wollten nun sehen, was jener gefangen habe, denn seine Taschen hingen ihm schwer genug hinab, so schwer, als seien sie voll der gewichtigsten Dukaten. Er langte hinein, aber au weh! er brachte nichts als tote Mäuse an den Tag. Die andern beiden Bauern lachten und sprachen: "Da hast du deine ganze Teufelsbescherung! Die war der Angst wahrhaftig nicht wert!" Vor den Mäusen aber schauderten sie zusammen, versprachen ihrem Gesellen jedoch, keinem Menschen ein Sterbenswort von dem Abenteuer zu sagen.

  • av Ernst Heinrich Barlach
    228 - 355,-

  • av Alma Johanna Koenig
    228,-

    Im Irenlande lebte vor langer Zeit ein König von wilder Sinnesart, Hagen mit Namen. Er lachte nur dazu, wenn man ihn »Walant« nannte, den Teufel unter den Königen. Er war stärker als andere Männer und von so hohem Wuchs, daß sein dunkler Scheitel sich über die lichten Häupter seiner Mannen erhob wie ein Dornbusch über Weizenfelder.Die fahrenden Spielleute sangen, Hagen Walants Wildheit stamme daher, daß er als Knabe von dem Vogel Greif geraubt worden sei und sich auf einer wüsten Insel seines jungen Lebens bitter habe wehren müssen. Und auch davon sangen die Fahrenden, daß er von der Greifeninsel seine schöne Königin heimgebracht habe. Nun aber waren das alte Mären, denn die Königin von Irenland führte Hagens Tochter an der Hand, die schöner war, als sie selbst es jemals gewesen. Es lag wie Zauber auf Jungfrau Hildens Gesicht, und mancher edle König, der sie gesehen, hatte seine Brautwerber nach ihr gesandt. Aber die mit Prunk und Trompetenschmettern in den Schloßhof von Baijane geritten waren, die fanden in hänfenen Schlingen ein übles Ende.Zwanzig Boten und mehr ließ Hagen Walant so hängen, sandte den Strick ihren Herren und ließ ihnen melden: Er gebe sein Kind keinem, der nicht ein größerer König sei als er selber.Indessen flog ¿ wie die Schwalbe im Frühjahr fliegt ¿ das Lied über die Lande von der schönen Jungfrau Hilde, die in ihres Vaters arger Hut saß, nicht anders, als ihre Mutter vom Greifen gehütet worden war. Das Lied kam bis ins ferne Dänenland, wo Herr Horand lebte, der dem König Hettel von Hegelingen lehenspflichtig war. Horand war jung und wohlgetan und erfahren in den Waffentaten edler Ritterschaft. Als Sänger aber hatte er nicht seinesgleichen in allen Landen.

  • av Friedrich Schiller
    289 - 355,-

  • av Friedrich Gerstacker
    289,-

    Captän an Bord? frug am Morgen des 2. August ein sonngebräunter, breitschultriger ¿ Herr, muß ich sagen, denn er stack wenigstens in feinen Tuchkleidern, mit einem hohen schwarzen Seidenhut und feiner Wäsche. Seine breiten braunen Fäuste, die allen Glacéhandschuhen ingrimmig Trotz boten und ihrem Eigenthümer in jeder anderen Kleidung gewiß Ehre gemacht hätten, ließen aber weit sicherer auf einen Arbeitsmann als auf ein Mitglied der »höhern Classen« schließen, und doch schien er zu denen zu gehören, oder rechnete sich wenigstens selbst dazu.Der Fremde stand in einem der gewöhnlichen Bayboote von Sydney, und hatte die Fallreeps der herunterhängenden Schiffsleiter gefaßt, während er zu dem oben über Bord sehenden Steuermann des »Pelican«, der schon draußen in der Bay von Sydney lag und am nächsten Morgen unter Segel gehen wollte, hinaufrief.»Ay, ay, Sir«, lautete die seemännische Antwort; der Fremde sprang auf die Leiter und lief, nach einem paar mit den Bootsleuten gewechselten Worten, die ihr kleines Fahrzeug gleich darauf festmachten und seine Rückkehr zu erwarten schienen, an Deck.

  • av Franz Grillparzer
    289,-

    (Vor den Mauern von Korinth. Links im Mittelgrunde ein Zeltaufgeschlagen. Im Hintergrunde das Meer, an dem sich auf einerLandspitze ein Teil der Stadt hinzieht. Früher Morgen noch vorTages Anbruch. Dunkel.)(Ein Sklave steht rechts im Vorgrunde in einer Grube, mit der Schaufel grabend und Erde auswerfend. Medea auf der andern Seite, vor ihr eine schwarze, seltsam mit Gold verzierte Kiste, in welche sie mancherlei Gerät während des Folgenden hineinlegt.)Medea.Bist du zu Ende?Sklave.Gleich, Gebieterin!(Gora tritt aus dem Zelte und bleibt in der Entfernung stehen.)Medea.Zuerst den Schleier und den Stab der Göttin;Ich werd euch nicht mehr brauchen, ruhet hier.Die Zeit der Nacht, der Zauber ist vorbei

  • av Sarah Hn
    356 - 414,-

  • av Nicholas Boys Smith
    164 - 244,-

  • av Emanuel Geibel
    368,-

    Du willst in meiner Seele lesenUnd still mein bestes Teil empfahn;So schau' mein unvergänglich WesenIm Spiegel meiner Lieder an.Ich bin die Weise, die dich rühret,Ich bin das Wort, das zu dir spricht,Der Hauch, den deine Seele spüret,Ich bin's ¿ und dennoch bin ich's nicht.Denn sieh, noch oft mit heißem RingenDurch Schuld und Trübsal irrt mein Gang,Doch drüber zieht auf reinen SchwingenDie ew'ge Sehnsucht als Gesang.So stürmt der Bach in dunkeln Wogen

  • av Wilhelm Hauff
    368,-

    Vor vielen Jahren, als im Spessart die Wege noch schlecht und nicht so häufig als jetzt befahren waren, zogen zwei junge Burschen durch diesen Wald. Der eine mochte achtzehn Jahre alt sein und war ein Zirkelschmied, der andere, ein Goldarbeiter, konnte nach seinem Aussehen kaum sechzehn Jahre haben und tat wohl jetzt eben seine erste Reise in die Welt. Der Abend war schon heraufgekommen, und die Schatten der riesengroßen Fichten und Buchen verfinsterten den schmalen Weg, auf dem die beiden wanderten. Der Zirkelschmied schritt wacker vorwärts und pfiff ein Lied, schwatzte auch zuweilen mit Munter, seinem Hund, und schien sich nicht viel darum zu kümmern, daß die Nacht nicht mehr fern, desto ferner aber die nächste Herberge sei; aber Felix, der Goldarbeiter, sah sich oft ängstlich um. Wenn der Wind durch die Bäume rauschte, so war es ihm, als höre er Tritte hinter sich; wenn das Gesträuch am Wege hin und her wankte und sich teilte, glaubte er Gesichter hinter den Büschen lauern zu sehen.

  • av Justus Friedrich Wilhelm Zachariä
    289,-

    Mein Lied besingt den Held, den Degen, Muth und SchlachtIn Jena fürchterlich, in Leipzig frech gemacht.Der, wenn man ihn erzürnt, ein ganzes Heer bekriegte,Und wenn er focht, auch schlug, und wenn er schlug, auch siegte.Ich singe, wie er hat so manchen Feind bekämpft;Wie sein berühmter Stal des Stutzers Stolz gedämpft,Den er, als er ihn sah, erst höhnte, dann bestritte,Und da er ihn bezwang, voll Furcht aus Leipzig ritte.Wirf einen Blick auf mich, du Geist der Schlägerey,Damit mein Heldenlied des Helden würdig sey:So wird die Nachwelt noch aus diesen Blättern lesen:Wie schön sein letzter Sieg, wer Raufbold einst gewesen.Da, wo die Pleiße sich mit krummen Fluthen schlingt,Und durch das ebne Feld und grüne Flächen dringt,...

  • av Theodor Storm
    368,-

    Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Und geht es draußen noch so toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt, So gänzlich unverwüstlich! Und wimmert auch einmal das Herz Stoß an und laß es klingen! Wir wissen's doch, ein rechtes Herz Ist gar nicht umzubringen. Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Wohl ist es Herbst; doch warte nur, Doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, Es steht die Welt in Veilchen. Die blauen Tage brechen an, Und ehe sie verfließen, Wir wollen sie, mein wackrer Freund, Genießen, ja genießen!

  • av Fritz Oswald Bilse
    289,-

    In dem geräumigen, mit behaglicher Eleganz eingerichteten Wohnzimmer war Frau Clara König damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen zum Empfang ihrer Gäste zu treffen.Denn heute war Musikabend, zu welchem sich einmal in der Woche die engeren Freunde des Hauses versammelten, soweit sie musikalisch waren. Diesmal aber hatte man noch einige Familien dazu gebeten, damit sich alle von der erfolgreichen Tätigkeit der »Künstler« überzeugen sollten.Hier rückte die Hausfrau einen Stuhl zurecht, dort strich sie glättend über ein gesticktes Deckchen, welche sie in allen Farben und Geschmacksrichtungen selbst gefertigt. Sie prüfte die Lampen auf ihre Lebensfähigkeit, klappte Klavier und Harmonium auf und warf schließlich einen liebevoll sorgenden Blick nach den gefüllten Blumenvasen, ob sie auch ihren duftenden Inhalt von der vorteilhaftesten Seite zeigten. Denn darauf hielt sie sehr, nie fehlte auf dem Kamin und dem Erkersims ein Sträußchen oder frisches Grün, selbst nicht zur kalten Winterszeit.

  • av Franz Grillparzer
    289,-

    Wie beschwingte Silberglöckchen,Läuten aus den Feier(abend),Schon bereit, ihr süß Gebot,Ruhend, selber zu erfüllen.Alles folgt dem leisen Rufe,Alle Augen fallen zu;Zu den Hürden zieht die Herde,Und die Blume senkt in Ruh'Schlummerschwer das Haupt zur Erde. Ferneher vom düstern OstenSteigt empor die stille Nacht;Ausgelöscht des Tages Kerzen,Breitet sie den dunkeln VorhangUm die Häupter ihrer LiebenUnd summt säuselnd sie in Schlaf. Alles ruht, nur er alleinStreift noch durch den stillen Hain,Um in Berges dunkeln Schlünden,

  • av Fedor Mikhaïlovitch Dostoïevski
    228,-

    Gestern war ich glücklich, über alle Maßen glücklich, wie man glücklicher gar nicht sein kann! So haben Sie Eigensinnige doch wenigstens einmal im Leben auf mich gehört! Als ich am Abend, so gegen acht Uhr, erwachte (Sie wissen doch, meine Liebe, daß ich mich nach dem Dienst ein bis zwei Stündchen etwas auszustrecken liebe), da holte ich mir meine Kerze ¿ und wie ich nun gerade mein Papier zurechtgelegt habe und nur noch meine Feder spitze, schaue ich plötzlich ganz unversehens auf ¿ da: wirklich, mein Herz begann zu hüpfen! So haben Sie doch erraten, was ich wollte! Ein Eckchen des Vorhanges an Ihrem Fenster war zurückgeschlagen und an einem Blumentopf mit Balsaminen angesteckt, genau so, wie ich es Ihnen damals anzudeuten versuchte. Dabei schien es mir noch, daß auch Ihr liebes Gesichtchen am Fenster flüchtig auftauchte, daß auch Sie aus Ihrem Zimmerchen nach mir ausschauten, daß Sie gleichfalls an mich dachten! Und wie es mich verdroß, mein Täubchen, daß ich Ihr liebes, reizendes Gesichtchen nicht deutlich sehen konnte! Es hat einmal eine Zeit gegeben, wo auch wir mit klaren Augen sahen, mein Kind. Das Alter ist keine Freude, meine Liebe. Auch jetzt ist es wieder so, als flimmerte mir alles vor den Augen. Arbeitet man abends noch ein bißchen, schreibt man noch etwas, so sind die Augen am nächsten Morgen gleich rot und tränen so, daß man sich vor fremden Leuten fast schämen muß. Aber doch sah ich im Geiste gleich Ihr Lächeln, mein Kind, Ihr gutes, freundliches Lächeln, und in meinem Herzen hatte ich ganz dieselbe Empfindung, wie damals, als ich Sie einmal küßte, Warinka ¿ erinnern Sie sich noch, Engelchen? Wissen Sie, mein Täubchen, es schien mir sogar, als ob Sie mir mit dem Finger drohten. War es so, Sie Unart? Das müssen Sie mir unbedingt ausführlich erzählen, wenn Sie mir wieder einmal schreiben.

  • av August Wilhelm Iffland
    289,-

    JAKOB schläft in einem Lehnstuhle. Das Nachtlicht brennt noch.HOFRATH tritt ein. Er sieht sich um, geht nach der Seite, bleibt vor der Thür unentschlossen stehen, kehrt zurück, will wieder gehen, sinnt nach, geht darauf zu Jakob, dem er auf die Schulter klopft. Jakob! Jakob! hört Er nicht? he!JAKOB springt auf. Ihr GnadenHOFRATH. Sei Er so gut undJAKOB halb wach. Wollen Sie zu Bett gehen? Den Augenblick Greift nach dem Nachtlichte.HOFRATH. Es ist ja heller Tag, mein Freund!JAKOB. So? Ist es schon. Hm Sieht den Hofrath an. Ja so!HOFRATH. Komme Er doch zu sich.JAKOB. Verzeihen Sie, ich dachte, es wäre mein Herr. Ich habe lange bei dem Herrn von Posert auf ihn warten müssen bin spät nach Hause gekommen, und Reibt sich die Augen. wenn man in meinen Jahren ist Wie viel Uhr ist es denn?HOFRATH. Sieben vorbei.JAKOB. Hm, hm! Löscht das Licht aus.HOFRATH. Sein Herr ist wieder beim Spiel?JAKOB. Das weiß Gott! Wo wär' er sonstHOFRATH. Die arme Frau! ...

  • av Hugo Ball
    289 - 368,-

  • av Gaston Maspero
    289,-

    "Gaston Maspero (1846-1916), successeur de Mariette à la direction du Service des Antiquités au Caire, où il passa plus de vingt ans, est un des plus illustres égyptologues français. On lui doit notamment l'aménagement de l'actuel Musée égyptien du Caire, la traduction pionnière de contes de l'Egypte ancienne, la découverte des fameux " textes des Pyramides " et de la cachette des momies royales de Deir el-Bahari. Mais l'écrivain restait à découvrir : c'est chose faite avec ce recueil d'impressions et de souvenirs publié en 1910. Ruines et paysages d'Egypte, dont la présence dans la bibliothèque de Freud témoigne de la portée exceptionnelle, appartient à l'histoire d'une Europe cherchant son identité au miroir des décombres antiques."

  • av Friedrich Klopstock
    289,-

    An der Höhe, wo der Quell der Barden in das Thal Sein fliegendes Getöne, mit Silber bewölkt, Stürzet, da erblickt' ich, Göttin, dich Noch Einmal, du kamst zu dem Sterblichen herab!Und mit Hoheit in der Mine stand sie, und ich sah Die Geister um sie her, die, den Liedern entlockt, Täuschen, ihr Gebild. Die Wurdi's Dolch Unschuldige traf, die begleiteten sie fern,Wie in Dämrung; und die Skulda's mächtigerer Stab Errettete, die schwebten umher in Triumph, Schimmernd, um die Göttin, hatten stolz Mit Laube der Eiche die Schläfe sich bekränzt.Den Gedanken, die Empfindung treffend und mit Kraft, Mit Wendungen der Kühnheit zu sagen! das ist, Sprache des Thuiskon, Göttin, dir, Wie unseren Helden Eroberung, ein Spiel.O Begeistrung! sie erhebt sich, feurigeres Blicks Ergiesset sich ihr Auge, die Seel' in der Glut! Ströme! denn du schonest dess umsonst, Der, leer des Gefühls, den Gedanken nicht erreicht!Wie sie herschwebt an des Quells Fall! mächtiges Getön, Wie Rauschen im Beginne des Walds ist ihr Schwung! Draussen um die Felsen braust der Sturm; Gern höret der Wandrer das Rauschen in dem Wald.Wie sie schwebet an der Quelle! sanfteres Getön. Wie Wehen in dem tieferen Wald' ist ihr Schwung. Draussen um die Felsen braust der Sturm! Gern höret im Walde der Wanderer das Wehn.Die der Fremdling nicht entweiht, (Teutonien erlag Nur Siegen unerobert!) o freyere, dich Wagte der geschreckten Fessel nicht Zu fesseln? Die Adler entflogen, und du bliebst,Die du warest! An dem Rhodan klirret sie noch laut Die Kette des Eroberers! laut am Ibeer! Also, o Britanne, schallt dir noch Der Angel und Sachse mit herschendem Geklirr!So bezwang nicht an des Rheins Strom Romulus Geschlecht! Entscheidungen Vergeltungen sprachen wir aus, Rache, mit des Deutschen Schwert, und Wort! Die Kette verstumte mit Varus in dem Blut!Die dich damals mit erhielten, Sprache, da im Forst Der Weser die Erobererkette versank, Schweigend in der Legionen Blut Versank, sie verhüllt die Vergessenheit mit Nacht!Ah die Geister der Bardiete, welche sie zur Schlacht Ertöneten dem zürnenden Vaterlandsheer, Folgen mit der Todeswunde dir! Ha Norne, dein Dolch! Wirst auch diesen, so sie klagtDie vertilgten, du vertilgen? Bilder des Gesangs! Ihr Geister! ich beschwör' euch, ihr Genien! lehrt Führet mich den steilen kühnen Gang Des Haines, die Bahn der Unsterblichkeit hinauf!So erscholl's mir von der Telyn wieder in dem Hain. Mir dauchte, dass Teutona mit Lächeln auf mich Blickte: da durchströmt' es all mein Blut Mit Feuer, und Röthe, wie jugendlichem TanzIn dem Frühlinge getanzt glüht, flamte mir herauf Die Wange! Ihr Begleiter! ihr Geister! so rief Eiliger ich aus, ihr saht den Blick Der Göttin, sie lächelte! Genien, ihr saht's!O des Zaubers, den sie scheidend zauberte! Sie rief, Und Geister der Gesänge gesungen durch mich Kamen, ihr Gebild, und hatten stolz Mit heiligem Laube die Schläfe sich bekränzt,Mit dem jüngsten aus dem Haine. Hebe denn, o Dolch Der Norne, dich, du fehlst sie! die Göttin hat sie Schirmend, auf der Bahn des steilen Gangs, Des kühnen, hinauf zur Unsterblichkeit geführt!

  • av Walter Benjamin
    289,-

    Mehr noch als ein kulturpolitisches Kaleidoskop und mehr auch noch als eine physiognomische Vergegenwärtigung der Stadt Moskau ist Benjamins Tagebuch ein herausragendes persönliches Dokument - »wohl das rücksichtsloseste und offenherzigste«, wie Scholem schrieb. Es hält auf bedrückende Weise Benjamins ebenso beharrliche wie vergebliche Bemühungen um Asja Lacis fest. Schließlich zieht sich durch das Tagebuch ein Element, in dem Kultur-Politik und Biographie sich unmittelbar berühren: Benjamins ausführliche Erwägungen für und gegen den Eintritt in die Kommunistische Partei.

  • av Friederike Caroline Neuber
    289,-

    PHILEMON.Kommt; liebsten Kinder, kommt: ihr zeigt zum Guten Lust.Folgt weiter meinem Wort, ich will in eure BrustDas zart' und sanfte Bild der reinsten Tugend drücken;Es wird euch euer Wohl erhalten und entzücken.Entzieht euch nicht dem Fleiß und meiner treuen Zucht;Euch bleibt hernach das Glück, der Segen und die Frucht;Ihr nehmt an Gütern zu ...PHILLIS.Das tu' ich herzlich gerne.Nicht wahr, ich werde schön, wann ich fein fleißig lerne?PHILEMON.Ja freilich, liebstes Kind: jedoch die Schönheit istVon unterschiedner Art. Wann du vernünftig bist,So wirst du die Gestalt mit guter Handlung zieren;Dein Herz gibt dir den Schmuck, die Wahrheit wird dich führen

  • av Ernst von Wildenbruch
    289,-

    Ein freundlicher, sehr sauber gehaltener Garten, der links und im Hintergrunde von einer Mauer eingefaßt ist. Rechts ein zweistöckiges einfaches Wohnhaus, dessen Fenster auf den Garten gehen. In der Mitte des Hauses die Haustür, zu der einige flache Stufen hinaufführen. Die Mauer ist in der Ecke, wo Hintergrund und linke Seite zusammenstoßen, von einer hohen eisernen Gittertür durchbrochen. Durch die Stäbe der Tür sieht man auf die Landstraße hinaus und jenseits derselben einige Arbeiterwohnungen mit kleinen Vorgärten. Es ist frühester Sommermorgen; alles noch schlafend; in der Ferne hört man Hähne krähen; vor den Fenstern des Hauses sind die Läden geschlossen und die Rouleaus niedergelassen

  • av Philippe Gregoire
    380,-

    We sink deeper and deeper into the viscera and tormented moods of this young man who lives only on dreams and adventures, and occasionally sex and romance. Unless it's the other way around...Out of generosity he gives us everything. Aren't we all the same with our imperfect human emotions? How good it is that he takes us to visit our shadow areas that we too often deny, making us incomplete beings...From isolated lands to lost lands, he gives us his intimate secrets, full of his old lives and their emotional scoriae. Thus, from roads to routs, he will find the goal of his long quest and will marry underwater for what he has finally come to seek - deep love - in the purest protocol of the Atlanteans.In short, we enjoy ourselves, we want more, and here is the rest!Keywords: Sex, adventure, reincarnation, past lives, vicious family ties, liberation, and...er...sex again.EXTRACT :Lesson of the day: how to defecate quietly, at the back of the boat.Sit down on the back railing, making sure of course that there is no one watching you, or your ego may take a hit, the position is so immodest and shocking. Pull down your underpants, securing your hands firmly to the railing. Slowly move your buttocks back to the point of no balance, and make sure there are no greedy gulls hovering behind, who, thinking what is about to fall is food, might.. .finally it is better to avoid that.Also be sure that the rogue wave will not come to affect your hazardous balance either, take a deep breath and push hard to quickly eject the materials that are stalling, or feces.As a dead poet would say: "It is good to hate our ridiculousness by cheering up our testicles".So for the toilets, it will be bare ass, defecating in free fall at the back of the boat, women as well as men.Everyone giggles with stifled, yellow, embarrassed, childish laughter...

  • av Philippe Gregoire
    393,-

    It's intimate, raw, sensitive, sexual, funny. Share the adventures of a young man who dared to do what the majority will never dare, and live his daily life for more than a year from Europe to Asia, in 1990.For all those who dream of vacations in large hotels, organized group trips, lazing around on deckchairs-pool or who like crowded cruises, this book is not for you. But if you like seeing the country differently, confronting yourself with wacky, funny, crazy, sometimes torrid or downright chilling situations, then you're going to enjoy this dry and snappy style, without frills, and always with humor and sensitivity.Pages full of questioning and exposure of the author. He is like you. Aren't we all the same? You enter his heart, which is not so different from yours, with perhaps a little more courage, and a need for new spiritual answers. He gives us his intimate version of his experiences to better understand our lives. It's day by day. The adventure takes us, we are there, we travel and it goes fast!Between meditative serenity and debauchery, stupor and lust in Asia. From noisy capitals to the depths of the Thai jungle, in a Buddhist monastery surrounded by cobras where his life will take on a new spiritual impetus, he takes us on a thrilling and warm inner adventure.Extract :At the Reggae Pub, I am accosted by the prettiest Thai girl I have ever seen, very sexy, too much so perhaps. I can't tell if it's a guy or a girl because the result is amazing, I'm stunned. I'm amazed, drooling at the corners of my mouth, fine droplets beading on my temples... Immediately after the usual "What's your name", he or she offers me to have sex, because her parents are poor and she wants to get an ostrich clitoris, something like that. It was too quick anyway for her not to be a whore who whores. Well, gently, I tell her to fuck off to the smurfs and get herself another sucker, but she doesn't know smurfs. I go back to the bar. There, I meet another Thai girl, pretty, nice, not aggressive like "hello, what's your name, you want to fuck ?", so more in my idealo-romantic-obsessed state of mind. We spend the evening dancing, kissing. God, it's good to touch a woman again!

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