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Minner

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  • av Heinrich Hoffmann
    228,-

    Der Friederich, der Friederich das war ein arger Wüterich! Er fing die Fliegen in dem Haus und riß ihnen die Flügel aus. Er schlug die Stühl und Vögel tot, die Katzen litten große Not. Und höre nur, wie bös er war: Er peitschte seine Gretchen gar! Am Brunnen stand ein großer Hund, trank Wasser dort mit seinem Mund. Da mit der Peitsch herzu sich schlich der bitterböse Friederich; und schlug den Hund, der heulte sehr, und trat und schlug ihn immer mehr. Da biß der Hund ihn in das Bein, recht tief bis in das Blut hinein. Der bitterböse Friederich, der schrie und weinte bitterlich. Jedoch nach Hause lief der Hund und trug die Peitsche in dem Mund.Ins Bett muß Friedrich nun hinein, litt vielen Schmerz an seinem Bein; und der Herr Doktor sitzt dabei und gibt ihm bittre Arzenei.Der Hund an Friedrichs Tischchen saß, wo er den großen Kuchen aß; aß auch die gute Leberwurst und trank den Wein für seinen Durst. Die Peitsche hat er mitgebracht und nimmt sie sorglich sehr in acht.

  • av Detlev von Liliencron
    228,-

    Mein Freund, der Deichhauptmann, erzählte mir:»Unser Haushahn und der Erpel im Winterkleide sind mir die liebsten Vögel. Dann aber folgt für mich der Austernfischer: In den frischesten Farben des neuen Deutschen Reiches lärmt er, sein »Kaditt, kaditt, kaditt« unzählige Male im Liebestaumel ausstoßend, Tag und Nacht am Strand umher. Daß er so schwer zu schießen ist, macht ihn mir noch begehrenswerter. Selten haben wir auf den Nordseeinseln einen ganz stillen Tag im Frühling. An einem solchen gehe ich nicht ins Bureau, sondern nehme meinen Lefaucheux aus dem Schranke und bin von morgens bis abends unterwegs. Ich komme in den Krug an der Nordermühle, um mir bei der hübschen Sieck, dem Töchterchen der Wirtin Witwe, ein Mittagessen zu bestellen. Wie frisch das Mädel aussieht, wie sie lacht! Wir sprechen friesisch miteinander. Nachdem der Speisezettel, Bohnensuppe und gekochtes Rindfleisch, festgestellt ist, begleitet mich Sieck vor die Haustür. Ich verspreche ihr, einen »Kaditt« für sie mitzubringen.

  • av Friedrich Schiller
    228,-

    Der Baum, auf dem die Kinder Der Sterblichen verblühn, Steinalt, nichts desto minder Stets wieder jung und grün. Er kehrt auf einer Seite Die Blätter zu dem Licht, Doch kohlschwarz ist die zweite Und sieht die Sonne nicht.Er setzet neue Ringe, Sooft er blühet, an, Das Alter aller Dinge Zeigt er den Menschen an. In seine grüne Rinden Drückt sich ein Name leicht, Der nicht mehr ist zu finden, Wenn sie verdorrt und bleicht.Dieser alte Baum, der immer sich erneut, Auf dem die Menschen wachsen und verblühen, Und dessen Blätter auf der einen Seite Die Sonne suchen, auf der andern fliehen, In dessen Rinde sich so mancher Name schreibt, Der nur, solang sie grün ist, bleibt, Er ist das Jahr mit seinen Tagen und Nächten.Kennst du das Bild auf zartem Grunde, Es gibt sich selber Licht und Glanz. Ein andres ists zu jeder Stunde, Und immer ist es frisch und ganz. Im engsten Raum ists ausgeführet, Der kleinste Rahmen faßt es ein, Doch alle Größe, die dich rühret, Kennst du durch dieses Bild allein. Und kannst du den Kristall mir nennen, Ihm gleicht an Wert kein Edelstein, Er leuchtet, ohne je zu brennen, Das ganze Weltall saugt er ein. Der Himmel selbst ist abgemalet In seinem wundervollen Ring, Und doch ist, was er von sich strahlet, Noch schöner, als was er empfing.

  • av Justus Friedrich Wilhelm Zachariae
    228,-

    3] Als Hagedorn sein Haupt hin in die Nacht geneiget, Und in Germanien, durch seinen Tod gebeuget, Des Mitleids Thräne floß, die Thräne, die uns ehrt, Wenn sie die Asche netzt, der sie mit Recht gehört; Kam die Melancholey auf schwarzen Rabenschwingen, Und gab mir den Befehl, des Dichters Tod zu singen. [4] Ich nahm die Leyer hin; die feyerliche Nacht, Die schweigend um mich hieng; hob mich mit stiller Macht. Doch plötzlich lispelte die Mus' in meine Lieder: Verwegner! lege nur die schwache Leyer nieder; Ein Lob auf Hagedorn? ¿ Dies Lob ist dir zu schwer; Wer ihn besingen will, sey erst so groß, wie Er. Die Leyer sang nicht mehr. Allein mit starkem Flügel Trug mich die Phantasie zum frischen Todtenhügel, Den über seiner Gruft die Freundschaft aufgehäuft. Ein Schauder, wie er uns in Grotten oft ergreift, Wo stolze Könige, die Furcht und Lust der Erden, Gleich uns im Staube ruhn, gleich uns vergessen werden; Ein Schauder faßte mich. Voll Ehrfurcht, starr und bleich, [5] Sah ich auf seine Gruft; dem stummen Marmor gleich, Der auf ein werthes Grab voll Schmerz herunter siehet, Doch auch als Stein uns rührt, und Mitleid auf sich ziehet. Mein Geist empfand indeß, daß eine fremde Kraft Mein Aug erheiterte; mit höhrer Eigenschaft Sah mein erstaunter Blick, daß göttliche Gestalten, Mit stillem schwarzen Pomp, zu seinem Grabe wallten. Ein stilles Rauschen gieng durch den Cypressenbaum, An den ich mich gelehnt; ich sah mehr, als im Traum; Die Muse merkte sich die bangen Klagelieder, Und sagt sie nicht so schön, allein getreulich wieder.

  • av Stephan Milow
    228,-

    Das Bild vergess' ich nie. Es war an den Ufern des herrlichen Gardasees im Städtchen Riva. Ich hatte mich im Hotel al Sole d'Oro eingemietet mit der Absicht, hier mehrere Monate ¿ vom Frühherbst in den Winter hinein ¿ zu verbringen. Als ich bald nach meiner Ankunft den kleinen, von den Wellen des Sees umspülten Hotelgarten aufsuchte, war er fast leer, denn die Gäste hatten schon abgespeist und sich zerstreut. Nur ein Tischchen, in dessen Nähe ich mich niederließ, war noch besetzt. Es saß daran eine zarte blonde Frau mit einem Knaben von etwa sechs Jahren. Beide fesselten sogleich meinen Blick. Erschien ihr noch jugendlich schönes Antlitz wie verklärt von einem stillen Schmerze, und lag in jeder ihrer Bewegungen ein wundersamer Adel, so fiel mir daneben die Unbehilflichkeit des Knaben auf; er drängte sich tölpisch an seine Begleiterin, und sie speiste ihn wie ein kleines Kind. Als ich näher zusah, gewahrte ich, daß er gelähmt sein mußte, und sein lockenumwalltes Gesicht, das ganz hübsch war, wies zwei trübe, seelenlose Augen. Unablässig mit ihm beschäftigt, wandte sie keinen Blick von ihm. Da er jetzt genug gegessen hatte, drückte sie leise sein Haupt an ihre Brust, damit er ruhe. So zärtlich liebevoll konnte nur eine Mutter sein, und die Verwandtschaft zwischen beiden offenbarte schon die große Ähnlichkeit in ihren Zügen. Ich war von dem Anblick mächtig gebannt, wie die Mutter mit gesenktem Auge dasaß, ihr schlummerndes Kind in den Armen, während durch das vom Lufthauch leicht bewegte Blätterdach, das sie überwölbte, manchmal ein blitzendes Licht auf sie fiel. Und dazu diese träumerische Stille und im Hintergrunde des Bildes der in der Mittagsglut leis zitternde Wasserspiegel des Sees! ¿ Nach einer Weile regte sich der Knabe wieder, und sie brach jetzt mit ihm auf. Da sah ich auch, daß er hinkte; sie mußte ihn mühsam mit sich fortschleppen.

  • av Anton Schott
    228,-

    Er war ein strammer Junge, der Sepp. Ein großer, hünenhafter Mann, breitschulterig und stark, das Gesicht markig und scharf geschnitten, darin ein mächtiger, hellblonder Schnurrbart, Habichtsnase und zwei dunkelblaue Augen. Im Walde droben hatte er seine Behausung, ein kleines Hüttchen, zwei Klafter breit, zwei lang und anderthalb Klafter vom Boden bis unter den First. Das war seine Sommerwohnung, und er war zufrieden damit. Als Einrichtung und Hausrath war eine alte, rußige Truhe darinnen, die seinen Sonntagsstaat und die Lebensmittel barg, eine selbstgefügte Bettstatt aus rohen Stämmen, zwei Schütten Stroh darauf, und eine Kotze, und in der hintersten Ecke ein offener Herd. Wessen hätte er noch bedurft? Für eine Kohlhütte und einen Köhler war es genug. Des Tages über werkte er beim Meiler. Da gab es immer zu thun. Das Holz wollte kunstgerecht geschichtet sein, das Überdecken des Holzstoßes mit Rasen war nicht minder eine Kunst, die gelernt und geübt sein mußte, und wenn der Meiler einmal dampfte, gab's auch noch zu thun und nachzusehen.

  • av Friedrich Schiller
    228,-

    Wollmar und Edwin waren Freunde und wohnten in einer friedlichen Einsiedelei beisammen, in welche sie sich aus dem Geräusch der geschäftigen Welt zurückgezogen hatten, hier in aller philosophischen Muße die merkwürdigen Schicksale ihres Lebens zu entwickeln. Edwin, der glückliche, umfaßte die Welt mit frohherziger Wärme, die der trübere Wollmar in die Trauerfarbe seines Mißgeschicks kleidete. Eine Allee von Linden war der Lieblingsplatz ihrer Betrachtungen. Einst an einem lieblichen Maientag spazierten sie wieder; ich erinnere mich folgenden Gespräches:Edwin. Der Tag ist so schön ¿ die ganze Natur hat sich aufgeheitert, und Sie so nachdenkend, Wollmar?Wollmar. Lassen Sie mich. Sie wissen, es ist meine Art, daß ich ihr ihre Launen verderbe.Edwin. Aber ist es denn möglich, den Becher der Freude so anzuekeln?

  • av Rudolf Lindau
    228,-

    Ohannes war zweiter Hamal in dem alten deutschen Bankgeschäfte Mertens & Söhne in Konstantinopel und in dieser Eigenschaft mit der Tätigkeit eines Kassenboten betraut. Er war nicht aus der großen Zunft der Hamal hervorgegangen, aber er zählte Verwandte und Freunde unter ihnen, war in Armenien geboren, frei, allem Anscheine nach, von den Lastern der verweichlichten Abkömmlinge eingewanderter Familien und im Vollbesitze der charakteristischen Kennzeichen seiner bäuerlichen Landsleute: eines ernsten, friedfertigen Wesens, zäher Arbeitstüchtigkeit und Arbeitslust, unübertrefflicher Mäßigkeit im Essen und Trinken und großer Körperkraft. Dabei war er ein schöner, stattlicher Mann, mit der Brust und den Schultern eines Athleten, bleich von Angesicht, mit pechschwarzem Haare, großen, dunklen, traurigen Augen, starken weißen Zähnen und einer mächtigen Nase. Er sprach wenig und immer nur zur Sache und führte die zahlreichen und verschiedenartigen Aufträge, die ihm täglich erteilt wurden, pünktlich, gewissenhaft und verständig aus.

  • av Franz Werfel
    228,-

    Sie haben vor den Pyramiden Aida aufgeführt. Ich jauchzte, als ich die superbe Auffahrt vor den berühmten Jahrtausenden sah.Und diese Beleuchtungen, diese Fanfaren, diese Musik, die all die liebgewonnenen Theaterschicksale in luxuriös unsterbliche Melodien setzt. Ich war diesen Nachmittag so glücklich. Nichts als ein Kultus, ein ewiger Kniefall für dich, Miß Olivia. Warum hast du mir das getan? Wo ich doch jenes glückliche Lachen hatte, das in mir Tribünen und Automobile, Fellachen und Ladies, Sphynxe und Statistenbäuche, Kamele und Wiener Kaffees tanzen ließ.Warum mußtest du sagen, daß ich jenem braunen, o-beinigen Baritonisten ähnlich sehe! Weißt du denn nicht, wie eitel ich bin? Mußt du mich täglich zerschmettern? Das erstemal, als wir uns in Luzern auf der Reunion im Hotel National sahen und ich dich bebend, wie kein Kaiser vor einem Staatsstreich, zum Twostep aufforderte . . . schweige, Mensch! Unsäglicher Schlemihl. Alles um dich siegt.Nur du bist dumpf und zitterst vor jedem bißchen Leben, das du großartig das äußere nennst, und das dich, wenn du sicher bist, so seltsam gleichgültig läßt. Jeder Kellner unterjocht dich, jede Dirne blamiert dich.Apropos, peinige nur dein Herz. In einem Münchener Weinlokal, hat nicht ein Herr aus Magdeburg, ein Statistiker des jährlichen Niederschlages, ein Wetterprophet, ein Kerl wie Weißbier, die süße Erika, die du wie ein Legendenwesen behandeltest, von deiner Seite gerissen?

  • av Martin Luther
    228,-

    Martin Luther (* 10. November 1483 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld; ¿ 18. Februar 1546 ebenda) war ein deutscher Augustinermönch und Theologieprofessor, der zum Urheber der Reformation wurde. Er sah in Gottes Gnadenzusage und der Rechtfertigung durch Jesus Christus die alleinige Grundlage des christlichen Glaubens. Auf dieser Basis wollte er damalige Fehlentwicklungen der Römisch-katholischen Kirche beseitigen und sie in ihrer ursprünglichen evangelischen Gestalt wiederherstellen (¿re-formieren¿). Entgegen Luthers Absicht kam es im Lauf der Reformation zu einer Kirchenspaltung, aus der evangelisch-lutherische Kirchen und weitere Konfessionen des Protestantismus entstanden.Die Lutherbibel, Luthers Theologie und Kirchenpolitik trugen zu tiefgreifenden Veränderungen der europäischen Gesellschaft und Kultur in der Frühen Neuzeit bei. Nicht zuletzt hat Luther die Entwicklung der neuhochdeutschen Sprache entscheidend beeinflusst.

  • av Heinrich Seidel
    228,-

    Winkelburg war eine sonderbare, alte, verschnörkelte Stadt. Die Hauptstraßen waren schon eng und krumm, allein die Nebengassen noch viel enger und krummer, und dabei liefen sie so sonderbar durcheinander oder waren plötzlich an einem Kanal mit trübfließendem Wasser zu Ende oder gingen in finstere Höfe als Sackgassen aus, daß Winkelburg für Fremde eine rechte Vexierstadt war und es lange dauerte, ehe sich jemand zurechtfand in allen diesen Kniffen und Sonderbarkeiten. Wunderliche, alte, düster Tore gab es dort, in denen es schmetternd hallte, wenn ein Wagen hindurchfuhr, und eine solche Versammlung von merkwürdigen, alten Giebelhäusern bestand wohl nicht zum zweitenmal in der Welt. Einige waren vorübergebeugt, als hätten sie auf der Straße etwas verloren und suchten es nun; einige hatten sich vornehm zurückgelehnt, als ginge sie die Welt nichts an, und andere wieder waren ein wenig seitwärts gegen ihr Nachbarhaus gesunken und schienen froh zu sein, daß sie auf diese Art am Umfallen verhindert wurden. In einigen Gassen waren nun gar die Stockwerke übereinander hinausgebaut, so daß sich die Häuser nach oben immer näher kamen und zuletzt der Himmel nur duch einen kleinen Spalt hineinblickte.

  • av Rainer Maria Rilke
    228,-

    Man hat uns in einer Versammlung vorigen Donnerstag aus Ihren Gedichten vorgelesen, Herr V., es geht mir nach, ich weiß mir keinen anderen Rat, als für Sie hinzuschreiben, was mich beschäftigt, so gut es mir eben möglich ist. Den Tag nach jener Vorlesung geriet ich zufällig in eine christliche Vereinigung, und vielleicht ist das recht eigentlich der Anstoß gewesen, der die Zündung verursacht hat, die solche Bewegung und Treibung auslöst, daß ich mit allen meinen Kräften auf Sie zufahre. Es ist eine ungeheuere Gewaltsamkeit, etwas anzufangen. Ich kann nicht anfangen. Ich springe einfach über das, was Anfang sein müßte, weg. Nichts ist so stark wie das Schweigen. Würden wir nicht schon jeder mitten ins Reden hineingeboren, es wäre nie gebrochen worden.

  • av Henry Von Heiseler
    228,-

    Als der Rittmeister Kyrill zum ersten Mal die Nähe seines rätselhaften Besuchers fühlte, waren die äußeren Umstände solcher Art, daß man eher alles Andere hätte erwarten können, als den Eintritt eines so fremdartigen und so heftig eingreifenden Schicksals. Eine auch nur annähernd befriedigende Aufklärung hat die Angelegenheit niemals gefunden, die Prüfung der hinterlassenen Papiere des Rittmeisters trug eher noch zur Verdunkelung des Geheimnisses bei, auch sorgte das Regiment im eigenen Interesse und aus Rücksicht auf die Angehörigen des Verstorbenen dafür, daß so wenig wie möglich bestimmte Nachricht über diesen Fall in die Öffentlichkeit dringe und so bleibt der Erzählung nichts Anderes übrig, als in einfacher Wiedergabe die einzelnen Tatsachen nebeneinander zu stellen und alle Rätsel und Fragen, die sich dem Betrachter aufdrängen möchten, selbst ohne den Versuch einer Deutung in ihrem notwendigen Dunkel zu lassen. Bei dem völligen Mangel an allen vernunftgemäß greifbaren Anhaltspunkten bleibt es zudem bis zum äußersten ungewiß, ob eine Aufhellung des Falles von der einen oder der anderen Seite her jemals noch erfolgen könnte.

  • av Hans Sachs
    228,-

    URBAN spricht. Ihr nachtpawrn, ich hab eins bedacht. Dem nachtpawr Kargas ist zugstorben Ein grosses erb und hat erworben Drey hundert gülden also bar, Der etwan unser gsel auch war. Thet uns derselb ein vorteil geben, So möcht wir dest frölicher leben. Wie rieth ir, wenn wirn zu uns lüden? HANS, DER PAWR spricht. Ey, schweig! was wolten wir des Jüden? Er thut sein gelt so gnaw einschliessen, Das sein gar niemandt kan geniessen. Er ist viel herter, wann ein stein. URBAN, DER PAWER spricht. Ey, Hans, bey meinen trewen, nein! Thu in dennoch so hart nicht schmehen! Ich hab ihn offt wol milt gesehen, Wenn er den zitter-pfenning vertrunck. Sonst sitzt er gleich wol wie ein unck. Vielleicht ists also sein natur.

  • av Bruder Grimm
    228,-

  • av Detlev von Liliencron
    228,-

    . Alle Türen der Kirche standen an dem heißen, wundervollen Sommertage weit geöffnet. Ein ununterbrochenes Orgelspiel, in das von Zeit zu Zeit im hellsten Ton gesungene Hallelujas der rotgerockten Chorknaben einfielen, flutete bald leiser, bald lauter durch die Hallenkühle. Mehr einem fröhlichen Festgewimmel gleich, wogte es unausgesetzt im Innern. Marktweiber traten mit ihren Körben herein, verbeugten sich, bekreuzten sich, knieten, beteten und gingen wieder hinaus. Kinder und Hunde liefen oft spielend hindurch. Vor den verhangenen Beichtstühlen standen in fortwährender Abwechslung die Bewohner der kleinen Stadt und der umliegenden Dörfer. Gähnend, gutmütig lächelnd hörten hinter ihrem Gitterwerk die Priester das unschuldige Sündenverzeichnis an: kannten sie doch schon, daß ihnen stets das gleiche ins Ohr geflüstert wurde. Allerlei kleine Vergehen, süße Erinnerungen aus versteckten Lauben, alle die hundertfachen mehr oder minder schweren Herzbeklemmungen, die jedermann durch den Tag schleppt. Und immer wieder gaben sie Vergebung, hin und wieder geringe Strafen befehlend. Und in das frohe Volk mischten sich dann die Erleichterten, um an diesem Tage, wenn auch nicht gewollt, sich erst recht jener harmlosen Sünden zu unterziehen, deren Verzeihung ihnen eben geworden, denn es war der größte Tag des Jahres für das Städtchen: das Fest des heiligen Cyriacus, oder, wie bis zur heutigen Stunde genannt: der Cyriaux-Markt.

  • av Karoline von Gunderode
    228,-

    Mit Freude denk ich oft zurück an den Tag, an welchem wir uns zuerst fanden, als ich Dir mit einer ehrfurchtsvollen Verlegenheit entgegentrat wie ein lehrbegieriger Laie dem Hohenpriester. Ich hatte es mir vorgesetzt, Dir womöglich zu gefallen, und das Bewußtsein meines eigenen Wertes wäre mir in seinen Grundfesten erschüttert worden, hättest Du Dich gleichgültig von mir abgewendet; wie es mir aber gelang, Dich mit solchem Maße für mich zu gewinnen, begreife ich noch nicht; mein eigner Geist muß bei jener Unterredung zwiefach über mir gewesen sein. Mit ihr ist mir ein neues Leben aufgegangen, denn erst in Dir habe ich jene wahrhafte Erhebung zu den höchsten Anschauungen, in welchen alles Weltliche als ein wesenloser Traum verschwindet, als einen herrschenden Zustand gefunden. In Dir haben mir die höchsten Ideen auch eine irdische Realität erlangt. Wir andern Sterblichen müssen erst fasten und uns leiblich und geistig zubereiten, wenn wir zum Mahle des Herrn gehen wollen, Du empfängst den Gott täglich ohne diese Anstalten.

  • av Johann Wolfgang Goethe
    228,-

    Ein dichter Herbstnebel verhüllte noch in der Frühe die weiten Räume des fürstlichen Schloßhofes, als man schon mehr oder weniger durch den sich lichtenden Schleier die ganze Jägerei zu Pferde und zu Fuß durcheinander bewegt sah. Die eiligen Beschäftigungen der Nächsten ließen sich erkennen: man verlängerte, man verkürzte die Steigbügel, man reichte sich Büchse und Patrontäschchen, man schob die Dachsranzen zurecht, indes die Hunde ungeduldig am Riemen den Zurückhaltenden mit fortzuschleppen drohten. Auch hie und da gebärdete ein Pferd sich mutiger, von feuriger Natur getrieben oder von dem Sporn des Reiters angeregt, der selbst hier in der Halbhelle eine gewisse Eitelkeit, sich zu zeigen, nicht verleugnen konnte. Alle jedoch warteten auf den Fürsten, der, von seiner jungen Gemahlin Abschied nehmend, allzulange zauderte.Erst vor kurzer Zeit zusammen getraut, empfanden sie schon das Glück übereinstimmender Gemüter; beide waren von tätig lebhaftem Charakter, eines nahm gern an des andern Neigungen und Bestrebungen Anteil. Des Fürsten Vater hatte noch den Zeitpunkt erlebt und genutzt, wo es deutlich wurde, daß alle Staatsglieder in gleicher Betriebsamkeit ihre Tage zubringen, in gleichem Wirken und Schaffen jeder nach seiner Art erst gewinnen und dann genießen sollten.

  • av Wilhelm Busch
    228,-

    Grad ausgestreckt in der Ebene und Hof an Hof lag das alte friedliche Dorf, die Häuser mit Stroh gedeckt. Und jedes Haus hatte rückwärts sein Gärtchen und hinter jedem Gärtchen sein Ackerfeld, und durch jedes Feld ging ein Grasweg, ein breiter, nach der heckenumgrenzten Wiese, und hinter sämtlichen Wiesen stand der hohe schattige Wald.Es war ein heiterer Tag zu Anfang des Herbstes, wenn durch die Luft schon die silbernen Mettken schweben. Aus allen Gehöften, wie nachmittags gewöhnlich, kamen die kleinen Hirten und Hirtinnen mit ihren Kühen.Auch Meiers Hinnerk hatte zwei, eine schwarze und eine braune, am Strick, um sie, zunächst den Grasweg beweidend, allmählich der Wiese entgegenzuführen. Zwölf Jahre war er alt, flachshaarig und wohlgenährt. Längst war ihm die verblaßte leinene Hose zu eng und zu kurz geworden. Hinten drauf, einander gegenüber, gleich einer blauen Brille, saßen sogar schon, zu seinem Verdruß, zwei zirkelrunde dunklere Flicken; ein Werk der nehrigen Mutter, die immer behaupten wollte, in alten Hosen sähen Jungens am strammsten und gesundesten aus.

  • av Luise Buchner
    228,-

    Da erhob sich am Ende der Allee eine goldglänzende Staubwolke, die näher und näher kam, bis aus dem Rahmen eine Gestalt nach der Andern klar und deutlich hervortrat. Dem Ritter vergingen fast die Sinne, als er nun sah, wie eine Schaar von zwanzig Frauen, so schön, wie er noch keine gekannt, ihm auf prächtigen, schneeweißen Rossen entgegenkam. Sie trugen lange, grüne Jagdgewänder, ein grünes Hütchen mit weißer wallender Feder auf den blonden oder braunen Locken und ein silbernes Hüfthorn an der Seite. Als sie den Ritter gewahrten, blickte die eine schelmisch, die andere stolz, die Dritte schlug die Augen nieder aber sie hätten sich alle diese Mühe ersparen können, denn er hatte nur Augen für die Eine, die an der Spitze des Zuges ritt, und die Uebrigen, wie unmöglich dies auch fast erschien, doch noch weit an Schönheit übertraf. Sie war frisch und blühend, wie das Land, dem sie entstammte, und recht eigentlich das Urbild seiner starken kräftigen Frauen. Wie der sonnendurchglühte Apfel am Baume, so blühte die Wange, welche die nußbraune Locke umflog und dem Meerschaume, mochte das glänzende Weiß der Stirne entwendet sein, unter der die braunen Augen hell aufblitzten.Der Herr von Argouges war ehrerbietig zur Seite geritten, den königlichen Zug vorüberzulassen, und sein Blick hing unverwandt an dessen Führerin.Da, als sie dicht vor ihm war, zog sie den goldnen Zügel ihres Rosses scharf zurück, daß es hoch aufbäumte und sagte mit einer Stimme, die voll und lieblich klang, wie der Ton einer silbernen Glocke: »Mein Herr Ritter, wollt Ihr mir erlauben, mit meinem Gefolge in Eurem Forste zu jagen, und wollt Ihr uns dahin begleiten?«

  • av Bruder Grimm
    228,-

  • av Henri Ferrand
    289,-

    " Pour le voyageur parti le soir de Paris, le coup de théâtre se produit surtout en débouchant sur la baie d¿Agay. Sous la magie du soleil levant le tableau parfait que forment la mer bleue donnant de ses franges d¿écume l¿assaut aux rochers rouges, les pins sombres balançant leur ondoyant panache dans une lumière à la fois douce et vibrante, est une puissante révélation qui captive d¿emblée les facultés humaines. Tout au long de cette Corniche d¿Or si bien nommée, l¿acuité des sensations se maintient et se renouvelle. A la pointe d¿Antèore, au cap Roux, aux rochers du Trayas, l¿enthousiasme s¿excite de plus en plus, il arrive à son comble à la Pointe de l¿Esquillon, puis il s¿apaise doucement dans le site ravissant de Théoule, et l¿on a recueilli la quintessence du plaisir que distillent tous les points de la côte."

  • av John Randall Dye
    247,-

    DO NOT VISIT THE AMAZON, MACHU PICCHU OR THE GALÁPAGOS ISLANDS (UNTIL YOU HAVE READ THIS BOOK)The Amazon. Machu Picchu. The Galápagos Islands. Considering a vacation to these desired and exotic locations? Perhaps you need to read this book first. Part travelogue, the reader will delight in the itinerary that thousands of tourists follow each year. Part cautionary tale, the reader will discover pitfalls that can befall the savviest and best prepared traveler.Lo Siento is a humorous but informative take on the best that Peru and Ecuador have to offer and is recommended for the undecided traveler. If you have a significant other who is determined to tour lands that offer certain danger, you will go unless you can make the better case for not going. Lo Siento offers many convincing arguments-cleverly disguised as chapters-to come to your senses before it is too late.Hopefully, it won't do that because there are better arguments to go. Visiting the Peruvian Amazon, Machu Picchu and the Galápagos Islands will dispel myths and change the way you think about the world. Lo Siento portrays lands of intense natural beauty populated by people of indomitable character. Lo Siento makes the case to visit them straightaway. To wit: What we call civilization will soon erase many of the ways of the indigenous people in Peru. See them while you can. Dance with them while you can. Hold a baby sloth while you can. Dare to experience unique gastronomic adventures. Maybe pass on eating a smoked monkey, but feast otherwise.

  • av Angus Hamilton
    448,-

    " Rien ne serait plus naturel que la guerre fût le résultat de la crise présente ; pourtant on peut dire également que rien n¿est moins certain. Si le terrain des hostilités n¿était pas limité à l¿Extrême-Orient, et si la puissance qui se trouve en face du Japon était une autre que la Russie, on pourrait prédire positivement que la guerre éclatera. Mais avec la Russie, la considération de la valeur stratégique de sa position en Mandchourie doit exercer une influence prédominante sur ses résolutions. Pour ceux qui n¿ont pas étudié de près l¿histoire militaire, aussi bien que pour ceux qui n¿ont pas une connaissance étendue de la situation, la position dans laquelle la Russie se trouve placée offre le plus grand intérêt. Il n¿existe certainement, en dehors de la marche de Napoléon sur Moscou, aucune guerre, dans les annales de l¿histoire militaire, qui puisse se comparer aux difficultés qui assiègent la Russie en Mandchourie et en Corée. De plus, sa position navale n¿est pas meilleure que sa position sur terre. Sur terre, un chemin de fer à voie unique, traversant le c¿ur d¿un pays ennemi, se termine à Port- Arthur."

  • av Victor Considerant
    289,-

    " Ceci n¿est pas un livre et n¿est pas destiné au public, c¿est une simple communication confidentielle, ¿si l¿épithète peut s¿appliquer à un document imprimé,¿adressée à des amis.La fondation à laquelle ce Rapport conclut doit revêtir un caractère public et très général sans doute; m il importe à la conservation du principe dans lequel elle est conçue qüelle soit originairement nouée par des individualités déjà fraternellement unies, et représentant ce principe dans toute sa pureté intellectuelle et morale. L¿¿uvre ne doit donc entrer dans sa phase de grande publicité et appeler les concours extérieurs, que postérieurement à la formation d¿un noyau composé d¿éléments homogènes, sympathiques entre eux, en même temps que dévoués au but social, à l¿Idée principiante de la fondation.Telles sont les raisons qui circonscrivent, pour les premiers moments, le cadre de ceux à qui s¿adresse la Proposition contenue dans ce Mémoire. Elles ont autorisé l¿auteur à parler, dans quelques passages, un langage d¿École, qui pourrait n¿être pas toujours très-intelligible au public proprement dit, et ont motivé le sous-titre de Rapport à mes Amis, donné à son travail."

  • av Miguel De Castanhoso
    289,-

    " On the morning of the next day, February 1st, 1542, the eve of the day of the Purification of Our Lady, we pitched our camp, and as D. Christovão came with full knowledge of the approaches, as soon as wewere in sight he allotted them to the Captains: to Francisco Velho and Manuel da Cunha, with their people and three pieces of artillery, the first approach, with the wall at the foot, the attack to be made at a given signal; to the second he appointed João da Fonseca and Francisco de Abreu, with three other pieces of artillery, and with the same instructions as to the signal; as the last approach was the strongest and mostdangerous, he selected it for himself with the remaining people. There pikes, who were angry and discontented that they were excluded from remained on guard over the Queen sixty soldiers with matchlocks and the attack."

  • av Jeremiah Curtin
    355,-

    " In 1891 you, as Chairman of the Civil Service Commission, were in Washington. I had just returned to that city from a work of two years among Pacific Coast Indians. Of these, two tribes in California had asked me to intercede for them with the President, who in those days was Benjamin Harrison. These Indians were among the truly wretched and suffering. One tribe of them had been almost exterminated through a massacre inflicted by white men. The other reduced to a feeble remnant through various man-killing processes. Still they were worthy of earnest attention. Their myths have a beauty and a value which should preserve them till literature perishes. These two tribes were the Wintu and the Yana whose account of the world and its origin I published later on in ¿Creation Myths of Primitive America.¿

  • av Hans Sachs
    228,-

    DIE FRAW tritt einn und spricht. Mein man hab ich gehabt vier jar, Der mir von erst viel lieber war. Dieselb mein lieb ist gar erloschen Und hat im hertzen mir außdroschen. West geren, wes die schulde wer. Dort geht mein alte gfatter her. Die ist sehr alt und weiß gar viel. Dieselbigen ich fragen wil, Was meiner ungunst ursach sey, Das ich werd der anfechtung frey. DIE ALT GEFATTERIN spricht. Was redst so heimlich wider dich? DIE FRAW spricht. Mein liebe gfatter, es kümmert mich Mich dunckt, mein mann halt nit sein eh, Sonder mit andern frawn umbgeh. Des bitt ich von euch einen rath. Gfatter, das ist ein schwere that. DIE FRAW spricht. Da rath zu, wie ich das erfar! DIE GEFATTER spricht. Ich weiß nicht, mir felt ein fürwar, Wie man vor jaren gwonheit het, Wenn man ein mensch was zeyhen thet, Wenn es sein unschuld wolt beweysen, So must es tragn ein glüend eyssen Auff bloser hand auß einem kreiß, Dein unschulding war es nicht heiß Und in auff blosser hand nit prent, Darbey sein unschuld würd erkent. Darum hab fleiß und richt auch an, Das diß heiß eyssen trag dein man! Schaw, das du in könst uberreden!

  • av Rainer Maria Rilke
    228,-

    Um zu begreifen, wie sie damals war, mußt du dich erst an eine Stelle rufen, wo Säulen in dir wirken; wo du Stufen nachfühlen kannst; wo Bogen voll Gefahr den Abgrund eines Raumes überbrücken, der in dir blieb, weil er aus solchen Stücken getürmt war, daß du sie nicht mehr aus dir ausheben kannst: du rissest dich denn ein. Bist du so weit, ist alles in dir Stein, Wand, Aufgang, Durchblick, Wölbung ¿, so probier den großen Vorhang, den du vor dir hast, ein wenig wegzuzerrn mit beiden Händen: da glänzt es von ganz hohen Gegenständen und übertrifft dir Atem und Getast. Hinauf, hinab, Palast steht auf Palast, Geländer strömen breiter aus Geländern und tauchen oben auf an solchen Rändern, daß dich, wie du sie siehst, der Schwindel faßt. Dabei macht ein Gewölk aus Räucherständern die Nähe trüb; aber das Fernste zielt in dich hinein mit seinen graden Strahlen ¿, und wenn jetzt Schein aus klaren Flammenschalen auf langsam nahenden Gewändern spielt: wie hältst du's aus?Sie aber kam und hob den Blick, um dieses alles anzuschauen. (Ein Kind, ein kleines Mädchen zwischen Frauen.) Dann stieg sie ruhig, voller Selbstvertrauen, dem Aufwand zu, der sich verwöhnt verschob: So sehr war alles, was die Menschen bauen, schon überwogen von dem Lob

  • av Friedrich Klopstock
    228,-

    Die Schönheiten eines Trauerspiels, die es mehr durch Gewohnheiten und Sitten einer Nation, als durch die einfältige Natur sind, haben sich oft dadurch der Gefahr ausgesetzt, weniger zu gefallen. Und nicht selten sind sie der Gefahr unterlegen, wenn diese Gewohnheiten und Sitten ein zu fremder Zusatz zu der schönen Natur waren. Denn, wenn wir uns in diesem Falle auch mit noch so vieler Bemühung in die Zeiten und Umstände versetzen, worauf sich ein Trauerspiel vorzüglich bezieht: so bleibt uns doch allezeit aufs Wenigste eine gewisse zarte Widersetzlichkeit der Empfindung übrig, die den großen Mann, für den uns die Geschichte und der Dichter einnehmen wollen, lieber in andern, als in solchen Umständen, die der Natur so oft ein falsches Colorit geben, handeln sehn möchte. Diese Anmerkung ist eine von den Ursachen gewesen, warum ich unsern Stammvater zu der Hauptperson eines Trauerspiels gemacht habe. Vielen Lesern wird hier gleich einfallen: daß man kein Trauerspiel aus der Offenbarung nehmen müsse. Wenn Das so viel heißen soll, daß die großen Männer, die uns die Bibel aufbehalten hat, nicht so würdig sind vor uns zu erscheinen, als die großen Männer des Heidenthums: so sehe ich nicht ein, warum ich Salomo nicht so hoch als Titus schätzen solle. Sobald man aber dadurch sagen will, daß diejenigen großen Männer der Offenbarung, die nicht anders, als von den tiefsten Geheimnissen der Religion begleitet, aufgeführt werden könnten, selbst für das ernsthafte Trauerspiel zu ernsthaft sind: so bin ich so sehr von dieser Meinung, daß ich wünschte, daß in dem Polieuct einige Stellen nicht wären. Man kann die Religion in zween Hauptgesichtspunkten ansehen. Es führt uns ein Vorhof zu dem Heiligthume. Was in dem Vorhofe geschieht, hat, wenn ich das Wort wagen darf, noch eine gewisse Miene von Weltlichkeit. Es hat aber zugleich so viel wirklich Erhabenes, so viel schöne und große Natur, daß es mir sonderbar vorkömmt, daß wir nur eine Athalie haben.

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